zir " Von dem GottftellgenAmando/
Menschen zum nützlichsten / und GOtt machte / und müßte also durch dise Un-zum angenehmsten waren? EsaNtwor- gestalt von ihrem bösen Leben lassen/lere der Diener der ewigen Weißheit / daß sie um Gottes Ehr / und ihrerund sagte: daß vil Ereutz / und Leyden Seelen-Seeligkeit willen nicht wolle ge-rn der Welt seyen / dardurch GOtt die than haben. In disem unbeschlosse-seinigen vorbereitet zu seinem grösserN nen Kloster war auch ein junge / undLob / und dem Betrübten zu grosser wohlgebohrne Klosterfrau? die inglei-Seeligkeit / und Vollkommenheit deß chem bösen / unh üppigen Wandel ihrLebens / daß beste / Und edleste Ley- Leben vil Jahr lang hatte verzehret /den aber ist / ein Christförmiges Ley- und also darinnen erblindet / daß sieden / welches der himmlische Vatter unsern S. Vatter Susonem allezeit alsseinem Sohn / und auch seinen lieben ein wildes Thier flöhe. Es hatteAusserwöhlttn auferlegt hat. Das ist dise Klosterfrau ein leibliche Schwester/nit also zuverstehen / als wären wir ohn die hatte den Diener der ewigen Weiß-Sünd / und Schuld / sonder als wie heit inniglich / daß er wolte sie durchsich Christus der HEtt in seinem Ley- seine heylsame Ermahnungen von derden gleich einem sanfftmuthigen Schäff- Welt-zu GOtt ziehen; der Vatter Su-. lein gedültig erzeigt hat / also sollen so aber hielte es für unmöglich sie aufwir auch in unsern grossen Leyden / den rechten Werg mehr Zubringerndie er uns als seinen Freunden - zu- Sie sprach hingegen zu ihme / daß sieschicket / ged'ultig uns verhalten / und festiglich glaube / daß / was er vonandern ein gutes Exempel hinderlassen/ GOtt werde' begehren / solches ihmewie sie sdllen das Vöß in Gutem über- GOtt nicht werde / noch könne abschl r-winden. Derhalben solt du dises wohl gen. Darauf verspräche ihr der S-betrachten/und mir Gedult/ und Freu-. Vatter daß er wolle seinen besten Fleißden leyden; dann alleCreutz/undLey- anwenden/ damit sie zu GOtt bekehrtden so wir sie recht/ und wohl von der wurde. Die üppige Klosterfrau aber *Hand-GOttes aufnehmen / Und in wolte deß S. Vatters Gegenwart nichtGOtt ertragen/und mit ihm überwin- gedulden / weder von ihme lören /den/ seynd uns nützlich/ und erspries- noch wissen. Als sie um S. Margre-' lich zu unserer Seelen- Seeligkeit. then Tag wie bräuchig / in das Feld, ^ ^ ^ ^ gienge auf einen Acker den Flachs mit
6-p In drsen Zelten/da sich der S-Vat- andern Schwestern zuerleutern / undDer S. ter Amandus ernstlich beflisse die Men- sahe den S. Vatter Susonem still / undbckchttvii von der zeitlichen Liebe zu GOtt gemach hernach folgen / kehrte sich dieKloster, zuziehen / merckte er / daß in etlichen Klosterfrau von ihme mit grossem Zorn /ft-mcn. Klöstern vil Ordens - Persvhnen lebten/ sprechend : Was will diser Mönch att-die zwar geistliche Kleider / aber dar- hie thun ? gange er seiner Strassenunder Weltliche / und üppigen Hertzen nach / er wird bey mir nichts schaffen/trugen. Under denen war eine / die dann eher daß ich ihme wolte beichten/der Welt gaNtz ergeben / und mit fleisch- wolte ich mir ehe lassen das Haupt üb-licher Liebe behafft war. Es ermah- schlagen / und ehe daß ich ihme wolte fol-uete sie der S. Vatter von ihrem üp- gen/und mein Bulschafft verlassen/wollepigen Leben abzustehen / sie zu einem ich mich eher Lebendig vergraben lassen,geistlichen / und reuigen Leben zubege- Die andern Schwestern ermahneten sie/den / und für die weltliche Lustbahr- daß sie nicht also reden solle / aber eSkeit die ewige Weißheil zulieben. Dt- halste alles nichts / der seelige Vatterse Ermahnung käme ihr schwer vor / die- müßte also mit schänden hinweg gehen,weil sie noch umg/und ftisch/und von Als aber nach dem Nachtessen dieihrer Gesellschafft abgemahnet war / Schwestern widerum wollen in dender Vatter aber sprach zu ihr: Tochter Garten gehen / den ausgezognen Flachslaß darvon / thust du es nichtmit wil- Missten / gienge die 'leichtfertige,Klo-ten / so wirst du gezwungen werden von sterfrau auch Mit ihnen. ES hatte aberdisem bösen Leben zulassen / sie wolle der S- Vatter Amand sich mit etlichenaber sich nicht bekehren. Als nun di- Schwestern underredet / wann sie zusrs der S.Vatttr Susovername/gien- dessen Gasthauß kommen wurden/daßge er auf ein Zeit zu einem Crucifix / sie alsdann mit der Klosterfrauen hinein- und schlüge sich so hefftig mit einer Gei- solle gehen / und so er anfieng mit ihrsel auf seinen blossen Rucken / daß das reden / sollen sie hinweg gehen / daSBlut haustechtig herab ranne / und bat- geschahe nun also / wiewohl mit gros-te GOtt daß er wolle die geistliche sen Nöthen sie die Schwester möchtenTochter bekehren. Nicht lang hernach hinein bringen / als aber dise wildeals sie widerum von einer Reiß heim Klosterfrau zu dem S. Vatter Suso-kame / wüchse ihr ein scheullchet Ho- ne käme / setzete sie sich zu ihme underger auf dem Rucken / der sie ungestallt den Laden nider. Der Vatter chrach
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