Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Von zwölff sccligm Kloster - Irmgftaum / zu Diessenhoffen. z i -

1er nächst beywohnete. Dem Gehör- den fürgesetzt? antwortete die seeklgesam wäre sie mit sonderm Fleiß zuge- Elisabelha : O wehe das brächte meisthan/ auf daß sie den Regalen / und ner Seelen so grossen Schmertzen/ alsConstltutionen ihres Ordens / «uch ge- wohl es meinen Leib möchte schmecken/heiß ihrer Obern / aufdas fleißigst nach- und dienen. Allwegrn samblete siekäme wie sie in ihrer Profeßion gelobt auch stücklein von dem Brod / zusamenhätte. Brachte damit dise Tugend so verschnitten / oder verlägen waren/ingroffe Vollkommenheit/ und zierli- und asse dieselben inder Meynung/undche Ausserbauung des Nächsten. Al- Angedencken/ als unser Heyland derlezeit beflisse sie sich die erste in der Met- Herr IEsus seine Apostel die Broka-ten zu seyn/ und in dem Chor die steift men samblen befähle / nach dem er diesigste zu jederzeit mit fröhlichem Her- fünfftausent Menschen in der Mästentzen/ und Heller Stimm GOlt lobend gespeiset. Sft trancke auch oft inmit Lesen/und Singen. In der vilen Wochen kein Wein/(dann inHand-Arbeit wäre sie fleißig / und wo derFaften/ Advent/ Freytag/ halsteder Convent von Ordens wegen seyn sich allezeit darvon enthalten / sie wassolle/ absenderte sie sich memahlen/ sie re dann Äranckheit halben gezwungenwäre dann durch Kranckheiten abge- worden ) da sie den also trincken maß-halten worden. Dann vor allen Din- te/ schwächte sie ihn dermaßen mit Was-gen begehrte sie von Grund ihres Her- ser/ daß er unlieblich war zntrmcken.tzens den Orden genug zu thun/ er- In allem drsem strengen Leben / hieltemahnete auch andere solches fleißig zu- sie sich bescheidenllch/ aufdas sie nichtleisten. Die Lcibscasteyungen nah- über das Zihl trätte/ und unweißlichme sie auch wohl in acht/ dann kein handlcte. In allen geistlichenUbun-Mettcn w lang/ kein Winter so gen/und Befleißüng der Lugendenkalt / und streng / daß sie chr Ge- hielte sie sich so still / und demüthig /bett / und Leibs - Lasteyungen un- daß niemahl die Schwestern ihr inner-derwcgen liesse / oder abkürtzte sie Geiß- lich Leben / und göttliche Heimsuchun-lcte sich alle Nacht nach der Metten / gen/ wie lieb gleich eine war/ könnteund Abends nach der Complet der- erfahrE/deren sie auch vil solle gehabt ha,

Waffen/ daß oft ihr das Blut über den ben/ die wir kürtze halben »überlassenRucken herab geflossen / ja etliche und andern zubeschmben übergeben.Schwestern so neben chr knyeten von

ihrem Blut also besprengt wurden/ daß Sie hatte einen ehrbaren / und z

sie ihre Kleider waschen müßten. In züchtigen Gang mit geneigtem Haupt/ihrem eyfferigen Gebe« wäre sie emsig/ und nidergeschlagnen Augen/ der Gesverrichteie es mit vilen Zähern/ und meinschafft der Männer enthielte sie sichSeufftzen. besten fleisseS / wiche von ihnen in aller

Sie.hatte ein Gewohnheit daß sie Ehrbarkeit so vil chr möglich / außgesdre gantze Fasten-Zelt / in dem Advent nonnnen ihrem Beicht- Vatter / den siedeß Herren/ alle Freytag deß -zahrs/ etwann ihres thuns/ und lassens halsauch etwann 12. Wochen/ oder lan- ben Raths fragte / und ein geistlichesger nichts an keinem Orth geredet/diß Gespräch mit thme hielte. Gegenwar so gemein bey ihr / und andern männiglichen sonderlich gegen ihrenkündbar/ daß niemand an bußfertigen Nächsten wäre sie freundlich / mitley-Leben und stillschweigen sie zuverhin- big/ und guten Willens. Sonderlichderen begehrte. Manchen kalten aber hätte sie ein grosses MitleysWinter käme sie zu keinem Offen/Feur/ den / über die Seelen im Fegftur/oder Orth/ da sie sich warmen mochte, sie liesse keinen Tag vergehen/daßIn dem Essen wäre sie sehr mäßig/in dem sie denen nicht ein geistlich AllmusenTrincken noch strenger / wohl bcden- mittheilte von ihrem andächtigen Ne-ckend daß die Natur mit wenig konnte bett/ strengem Fasten / und hartes»erhalten werden / und der Speisen über- Leibs - Casteyungen/ dann so sie aesfiuß den Geist undertrucke / damit ez: dachte / das die See! nach göttliche?sich nit übersich zu seinem Scköpffer er- Biwuuß erschaffen / allda brinnent/ undheben möchte. Also setzte ihr Elisa- brattent ligen / gienge chr dise Gedansbeth selbst ein strenge Regul/ brache cken dermaßen zu Hertzen/ daß sie alleihr vil liebliche Speisen ab / begnügte Arbeit auß grosser Lieb mit ihnen thei-sich nm den schlechtem / und dasielbig lete. Nicht geringere Sorg / undauch mit besonderer Bescheidenheit / Mitleyden harte sie auch übe? die arme/

Und als sie etwann deßwegen von ih- und grosse Sünder der Welt/ welcherenMitschwestern gefragt worden/was mit IEsu Christi kostbarlichen/ undllrsach sie ihr lebtaq weder Fisch / Ey- rosenfarben Blut/ und Todt erkcuffter / noch andere gute Speisen wolle seynd. Desgleichen thäte sie täglichgemessn/ welche chr bestes wegenwur/ einen Ruff/ und Gebest für ulle die ,0

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