Und Schwestern zu Thöß/ Prediger-Ordens. zz r
lischt Hand vor ihrem End mit dem die ewige Freud / und Seeligkeit aufthochwürdigen Sacrament gespeisetwor- genommen worden /deme sie allhie aufden seyn. Darauf nähme sie bald Erden aufdaß a lerftelß,gest geduner/ein feeliges End/ und ist von deme in und inniglich geliebt hat.
vn. vm. ix.
Die seelige Margamha/ samt ihren froni
men Basen.
Den
Maij-
ÄÄ^CHwester Margaretha Finckin/käme im fünfften Jahr ihres(AU) Alters in das Kloster Thöß /darinnen sie in die 72. Jahrin grosser Strengkett/ und Tugendli-chem Wandel lebte. Sie übte sichtäglich in der Andacht/ und hielte dieRegul des H. Vatters Dominici fleis-sig. Und gleichwohl sie niemahlenmöchte von den Schwestern beredt wer-den/ daß sie ihres Lebens-Übungen /und Offenbahrungen entdecken wolle /spührete man doch oft an ihr grosseVeränderungen/und fleiß in demGottö-dtenst. Sie bekannte auch selber /daß sie in ihrem gantzen Leben keinTag-Zeit / Metten / oder Gottsdienstversäumt habe / wann sie nit von derGehorsame/ und grosse Leiböschwach-heit aufgehalten wurde. Vor derMetten stunde sie auf zu betten / unddas bitter Leyden Christi zu betrachten.Nach der Metten gienge sie nicht mehrSchlaffen/ und da man sie deßwegenfragte/ und sie zu dem Schlaff wegenihres schwachen Leibs ermahnete/ ant-wortete sie : sie könnte nit Schlaffen /oder müßte gleich widerum aufstehen /dann ihr wäre/ als hörte sie ein Po-saunen blasen zu dem jüngsten Gerichtzu erscheinen. Sie lebte under denSchwestern wie ein Engel / gäbe auchallen ein wahres/ und auferbäulichesExempel GOtt recht zudienen. InSprechungder Den Tag-Zeiten wäresie so fleißig / daß man sie noch densel-ben Lag ihres gottseeligen Ableibensvow dem Beth aufheben müßte/ da-
mit sie ehrenbietiger die Lag - ZeitGOtt ihrem Gesponsen außsprächen /und betten könnte / deme sie gleich da-rauf ihr See! auf geopfferet/ und istvon Piser Welt gescheiden.
Ihr leibliche Bas / Schwester o-?.*Elisabeth Metzi lehrte vil gottreeligeTugenden/ und geistliche Übungen alsein gehorsames K ind von ihr. Siewar so eyfferig/ und willig den Schwe-stern zu dienen / daß sie einer außwar-tete als hatte sie bey den andern nichtszuschaffen/ müßte doch vilcn abwarten/und dienen. Sie wäre auch Kelle-rin/ und hatte das Gottshauß nochwenig Wein/ da thäte GOtt ihr diseGnad / daß sie ein lange Zeit auß ei-nem Schenckfaß einschencktte / undnicht lär wurde. Sie hatte auch einandere Befreunde in dem GottshaußThöß / Schwester Idda von Lengengenannt/ die war wie ein Lännnleinsanfftmüthig/ diser thäte der böse Feindnit allein vil Plagen/ und Leyden an/sonder treuere ihr auch / er wölle siezum Fenster außwerffen in den FlußThöß/ und darinn verträncken/ aberGOtt gäbe dem Teuffel nit so vil ge-walrs/daß ers verrichten könnte. Dadie Zeit ihres sterbens herzu käme /und Kranck zu Beth läge / vermeinteman nit/daß sie noch solte sterben / sorufftesie ihrer kranckenPflegerin/ undsprach : Ich stirb/ und ehe man dieSchwestern zusammen könnte ruffen/
gäbe sie ihr H. See!, auf.
X.
Die seelige Anna von Klmgnau.
gottstelige Tochter Anna sich von allen fachen enthielte / undkäme jung in das Gottshauß gutwillig entschluge / so sie von GOtt/Thöß/ die gleich von Anfang/ und einem vollkommnen Leben abzie-und Eintritt in den Orden hen / und verhindern möcht. Hinge-GOtt dem Allmächtigen mit allen fleiß gen aber richtete sie all ihre Gcdanckenanfieng zu dienen / darinn sie täglich zu dahin / wie sie zu grösserer Vollkommen-nahrm, und endlich ein grosse Voll- heit kommen möchte. Von Göttli-rommenheir erlangete / deßwegen sie chen Dingen redete sie ohn under-
k. klurer» Die H. Schwel«. Tt » . laß/