z z 4 Von etlichen seeligen Klosterftauen /
laß/ und daß mit solcher Bescheiden- letstlich die Betrübten/ und Kranckenund Lieblichkeit / daß niemand einigen zu trösten.
Verdruß darab tragen möchte/ son-derlich wann man zu vil von weltlichen Der allmächtige GOtt suchte ^Sacken wolle reden/ so könnte unser auch Annam in ihrer blühenden Ju-fromme Anna ein geistliches Gespräch gend mit schweren Kranckheiten heim /einmischen / daß man aller angefang- und so bald sie von einem Bethlägernen Reden/ und Gesprächen vergaffe, auf stunde/ gienge sie fleißig wider zumSie war ein sonderbare Trösterin der Chor. An ihrer Kunckel hatte siebekümmerten Schwestern / dünn nie- dise tröstliche Wort geschnben/ welchewand war jemahl zu ihr kommen/ der GOtt zu einer seiner liebhabenden Toch-nit wohl getröst/ und auferbauek von ter gesprochen/ die Schwestern aberihr scheid«. Ihr gantzes Leben stun- haben vermeint/ eS habe GOtt solchede fürnehmlich in 4. Puncten/ erstlich Wort zu diser Anna geredt/ sie aberim andächtigem/ und eyfferigem Ge- hat es auß Demuth nicht wöllen be-be«/ darnach in Lesung der-Heiligen-. kännen. ' Und feynd nachfolgendeGottes-Leben. Drittens von GOtt/ Sprüch.und himmlischen Sachen zu reden / und
Je Krancker/ und Siecher du bist/ je lieber du mir bist.
Je verschmachtn du der Welt bist/ je näher du mir bist.
Je armer du bist/ je gleicher du mir bist.
Von ihren strengen Leben/ göttli- wie Unschönes / und glaubendes Lischtchen Gnaden / und Heimsuchungen erschinen seyn. Ihr Gedächtnuß ver-wolte sie dem Convent in ihrem Todt- blibe bey 40. Jahren in dem Convent,
Beth nichts offenbahren / doch nach ih- als wann sie noch Lebte. Wie sie her-rem Absterben solle man etwas vonih- nach wider außgraben worden/ tran-rcr Heimlichkeit mit eygnen Händen cke ein krancke Schwester mit grossembeschriben / welches ich nicht nöthig hie- Glauben / und Andacht auß ihrerher zu setzen vermeine / funden haben. Hirnschallen/ die würd von stundNach ihrem gottseeligen Todt solle sie an ihrer Kranckheit ent-der Schwester Elisabeth von Elgaa lediger.
,0.
Maij- »lb
XI XII
v, L, vLI. I , L c/ä L vlew'n.
Vondm SS. Bell / undLatharina
Bletten.
>. 62 DCHwester Beli von Winterthureine auß den vil alten Schwe-steren/ hielte den H. Predi-ger - Orden vollkommentlich /führte ein strenges Leben/ mit betten/fasten / und wachen/ und casteyte ih-ren Leib mit solcher Bescheidenheit/daßsie nie darvon Kranck wurde. Nachder Metten bettete sie gemeiniglich ei-nen Psalter/ sie nähme auch mir Reck-holder-Stauden vil/ und strenge Dis-ciplin. Wegen ihres H. Lebens /guten Verstands / und Bescheidenheitwar sie 20. Jahr Subpriorin gewesen/wre sie von solchem Ampt wegen ho-chen Alters entlediget / »erhoffte sie/daß sie jetzt GOtl allein in ihrer Ruhekönnte dienen / da käme unversehens. ein andere Gehorsame von ihrer geist-lichen Oberkeit / welche sie mit Schmer-tzen annähme / und damit sie in diserGehorsame gedultig sein möchte/ schri-be sie auf ein Pappierlein nachfolgen-de Wort/ und hefftete es an ihren Er-
mel / wie folget. Als vil der Menschseines eygnen Willens fahren laßt/alsvil nimmt er an vollkommen Leben zu/und nichts mehr. Da sie wolte ster-ben/ käme ein Schwester ungefähr inihr Cell, und sahe sie in Zügen ligen/und als dieselbige dem Convent rufftesprechend : sie scheidet dahin/ fragteSchwester Beli wer dahin scheidet/ daantwortet die Schwester: Ihr/ darü-ber lachete die S- Beli vor Freuden /und gäbe ihrseelige Seel aufin dieHändder Englen. Solchen lieblichen Todterwarbe ihr der H. König David / densie Jährlich mit seinem Psalter grösse-re, und solchen mit grosser Andachtläse/ und bettete.
Schwester Catharina Blettin / c-?''führte ein so strenges Leben in dem K lo-ster Thöß mit Fasten / Wachen / em-sigem Gebe« / strengen Leibscasteyun-gen in ihrem hohen Alter/ daß sich al-le Schwestern darüber verwundert hat-ten.