Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Den

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Und Schwestern zu Thöß/ Prediger-Ordens. ?z,

xx

Z. de LlALu.

Die seclige Elisabeths von Elgau.

6^8)Chwester Elisabeths von El- haust wegen ihres gottseeligen Lebensgau auch ein Leyenschwcster vil Dienst/ Gnaden/ und Seegen be-ZhWZX käme in dem vierzehenden wissen. Dann sie war so eysserig imJahr ihres Alters in das Gebett/ daß sie nach der Metten bißKloster/ kehrte grossen sieiß an den Morgen allezeit andächtiglich«n GOtt/ und den Schwestern recht hatte/ wie auch vor der Metten / daß-u dienen / und pflegte bey 52. Jahr sie kaum etwann 2. Vigilien langso fleißig / daß manniglich nut ihr wohl schließe. Sie solle auch vil hinnn-zuftiden war / und auch bekannten / tische Offenbahrunaen ge-G-Ott habe dem Convent / und Gotts- habt haben.

XXI

L Vecklin.

dem ro. Jahr ihres Altersvermerckte sie/ daß ihrVattersie wolte gern in der Welt be-halten / da sprach sie zu ihme:Lieber Vatter / wann du mich wilt inder Welt behalten/ so wisse/ daß ichdich an dem Jüngsten-Lag vor GOttwill verklagen. Darab der Vatterbewegt / opfferte sein Töchterlein im sel-ben Jahr in daß Kloster Thöß GOtt/Und seiner Mutter Mariä auf/ darinnsie in das 72. Jahr in grosser Andacht/und Gotrsforcht lebte. Ein sonder-bahre Andacht trüge sie zu dem Geheim-rmßwie Christus40. Lüg/ undNächtin der Wüste faste / und von dem Teuf-fel versucht war / darauß sie in ihre»

Elisabktha Bachlm.

Betrachtungen grossen Eyffer / undNutz bekäme / wie sie ohne rubm oftden Schwcsteren bekandte/ und sagte:sie setzte nicht gar vil auf Offenbahrun--gen/ und himmlische Erscheinungen /dann das besser / und beste seye ein gu-tes Gewissen/ sich von Sünden enthal-ten / und GOtt mit Andacht / undEyffer treulich dienen. Sie solle auchso wol in ihrer Kindheit als in rhremhochen Alter himmlische Geheimnussen/und Göttliche Offenbahrungen gehabthaben. Endlich nähme sie im 72. Jahrihres Alters ein gottseeliges End/ undführe von hinnen zum Brun-nen aller Gnaden.

xxn.

8 . Sccislin.

iZS«.

». 6 Ä 8 ^>Chwester Eiisabetha Steigst»war ein Klosterfrau desGottshauß Thöß / die füh-rere außwendig einen Hell.Wandel/ und innwendig einEnaliW Gemüth. Von Kindheitaufrichtete sie ihr Gemüth/ und Hertzaulr allen ihren Kräfften zu GOtt/diezeitliche/ und weltliche Sachenverach-tete sie/ und beflisse sich eines geistli-chen/und vollkommnen Lebens. Siebeschribe vil nützliche Übungen/ Reden/und Gespräch / dardurch sie / und an-dere gvttseelige Menschen zu allen Tu-genden befördert wurden. Sie wäreals ein arbeitsames Binlein/ so dasM Hg,,ig auß den manigfältigenDlümlein zusamcn trägt. Sie lebte

^ lVlurer, Die Schweiy.

in dem Kloster Thöß under Winterthurals ein Spiegel aller Tugenden / undmit ihrem krancken Leib schcibe sie einschönes nützliches Buch von vilen gott-seeligen Schwestern/ so vor/ und mitihr in dem Kloster Thöß gelebt haben/und seeliglich gestorben seynd. Da-rauß wir bann obgsschribne Leben ge-zogen.

Die seelige Eiisabetha käme inKundschafft deß Dieners der ewigenWeißheit/ daß ist des VatrerS Hcn-rici Susonis / zu dessen Leben / undLehr würd sie von GOtt gcrriben. Siebegehrte von gemeltem Vatter mit an-mmhigen Worten / daß er ihr wölle sei-nen Anfang zu dem geistlichen Lebe»

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