Beichtiger / und Prediger-Ordens. zsz
Jungfrauen Catharinä/ und endlich ster deß Ordens Raymundus dem gott-uber Meer widerum heim. Diser S. seeligen Bruder Conrad das ConventVatter Conradus hatte allezeit ein zu Lolmar in dem Elsaß / und machteMeß-Buch/ Kelch/ Altarstein / und ihn allda zu einem Prior / und Ver-ändere Ding bey ihme/ die ihme von- steher desselben.
Nöthen waren/ seyn Priesterliches Ambt
zuverrichten; was er aber für Arbeit / Als nun der S- Vatter Conrad vonAngst/ Noth/ und Gefahr seines Le- Rom wider herauß käme / versamletebens / so wol in diser / als andern bey-r er zo. andächtige / gelehrte / und ehr-den Pilgerfahrten aufgestanden habe/ würdige Vätter/ mit denen zöge er imdeßgleichen auch in den neunRomfahr- Jahr deß Herrn 1Z89. gen Colmax inten / und anderen schier Täglichen hin/ das Prediger Kloster/ undfienge alldaUnd wider Reisen / kan ein Christliches an die wäre Observantz/ und die Re-Hertz leichtlich erkennen / so etwann in gel S- Dominici zuhalten / lebten / undgleichem über Feld / und Meer gerei- lehrten so aufferbaulich/ und andächtig/ftt / und zu den Heiligen Stätten ge- daß nicht allein die Statt Lolmar- undwallfahrtet ist. das Land herum darab gebcsseret war/
sonder es käme auch für Ihr Bäpstl.
Nicht lang hernach ist der wohlchr- Heiligkeit Vonifacium IX. und andernwürdige Natter RaymunvuS de Ca- Cardinälen / die ab disem Merck einpua/ so ein Beicht - Vatter St. Ca- sonderbares Wohlgefallen hätten/ undtharinävon SeniS gewesen / ein Mann solches mit Päpstlichen Gewalt bestät-grosser Geschicklichkeit / und Fromkeit / teten. Hicrzwi'chen aber müßten di-General / und oberster Meister deß H. se gottseelige Vätter grosse Widerwär-Prediger - Ordens erwöhlet worden, tigkeit / und Durchächtungen / wegenDiser General hielte ein gemein Capi- ihres frommen Lebens / und gottseeli-tel im Jahr rz88. zu Rom / darauff gen Lehr / nicht allein von den weltli-neben andern Provincialen / und Vät- chen Menschen / sonder auch von ihrestern der S-Bruder Conrad,von Brüs- Ordens - Versöhnen außstehell/ undsen auch erschine / und da nach löblichem leyden. Ich will geschweige« der grossaltem Brauch die Vätter deß Capitels sen Armuth/ und Mangels der Noth-einer nach dem anderen ihr Culpas / turfft / so Zuerhaltung deß menschsSchuld / Mängel / und Unvollkom- lichen Lebens vonnöthen ist. Ichwenheiten in dem Orden öffentlich be- will auch geschweigen der / Nachreskannten / und es jetzt auch an Bruder den/ Kummer / und Lrüsaalen / mitConraven kommen war / daß er aus- welchen sie hauffenweiß üb erfüllen, wa-stchen solte/ und seyn Schuld sprechen/ ren/ in welchem sie sich tapffer / alsUnd bekennen/ nähme er einen Strick/ wahre geistliche Ritter / und Nachfolslegte denselben um seinen Hals / käme ger Christi verhielten,in die Mitten so vilerhundert Vättern/
und sprach : daß er würdig wäre deß Es bearbeitete sich aber nicht alleinTodts / Und daß man ihn billicher solte der S. Bruder Conrad in deme / da-an disem Strick auff hencken/ als den mit nach / Und nach die Manns - Klö-grösten Ubelthäter von wegen/ daß er ster Prediger- Ordens zu ihrer erstenbiß auf dise Zeit seinen H. Prediger- Vollkommenheit wider kommen Möch-Orden / nach Jnnhalt der Regel / und ten / sonder begehrte auch die Schwe-Constitutionen nicht gehalten hätte, stern Prediger - Ordens / widerum zuDises / und andere Ding / und Sachen ihrem ersten Zihl zuführen / und zubrin-mehr redte er vor allen Vättern / mit gen. Und dieweil er ein andächtiger/so kläglichen / und eyfferigen Worten/ Hocherleuchter / und weitbekanterPre-und Lehr/ daß die Vätter dardurchbe- diger/ und Lehrer war/ fände er vilwegt wurden ihr Leben zubessern/ und andächtige Kloster - Frauen / die mitdeß Ordens - Regel fleißiger zuhalten, grosser Begierd ihres Hertzens begehr-In diser Versamlung/ auß ernstlichem ten / daß sie abgesondert in einem Ä lo-anhalten deß S. Bruders Conrads / ster / nach der rechten wahren Regel /Und seiner Mitgesellen Teutscher Na- und alten Constitutionsn / wie man zution / war öffentlich gehandlet / und Zeiten ihres heiligsten Vatter Domini-ckdßqesprochen / daß der S. Bruder ci gelebt / wohnen möchten. Es lägeConrad / mit seinen Mit - Brüdern / ein Kloster indem Elsaß nicht weit vondie auch diser H. Meynung waren/kön- Gehwyler 8. Stund von Colmar/ innen/ und sollen deN H. Prediger-Or- einem Wald/ Schönen-Steinbach ge-ben in allen Puncten / und Gesätzen / nannt / darinnen vor Jahren Kloster-wie solcher zu der Zeit St. Dominici / Frauen S. Augustini-Ordens vil Zeitin einem Convent unverhindert halten, gewöhnet haben / aber zu derselben ZeitAlso Übergabe der General / oder Mei- war es in Abgang kommen / also daß
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^rrefottrnictt dieKloster-Krau^n /und bauetdas KlosterSchönen«steinbach.