Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Beichtiger / und Prediger-Ordens. zsz

Jungfrauen Catharinä/ und endlich ster deß Ordens Raymundus dem gott-uber Meer widerum heim. Diser S. seeligen Bruder Conrad das ConventVatter Conradus hatte allezeit ein zu Lolmar in dem Elsaß / und machteMeß-Buch/ Kelch/ Altarstein / und ihn allda zu einem Prior / und Ver-ändere Ding bey ihme/ die ihme von- steher desselben.

Nöthen waren/ seyn Priesterliches Ambt

zuverrichten; was er aber für Arbeit / Als nun der S- Vatter Conrad vonAngst/ Noth/ und Gefahr seines Le- Rom wider herauß käme / versamletebens / so wol in diser / als andern bey-r er zo. andächtige / gelehrte / und ehr-den Pilgerfahrten aufgestanden habe/ würdige Vätter/ mit denen zöge er imdeßgleichen auch in den neunRomfahr- Jahr deß Herrn 1Z89. gen Colmax inten / und anderen schier Täglichen hin/ das Prediger Kloster/ undfienge alldaUnd wider Reisen / kan ein Christliches an die wäre Observantz/ und die Re-Hertz leichtlich erkennen / so etwann in gel S- Dominici zuhalten / lebten / undgleichem über Feld / und Meer gerei- lehrten so aufferbaulich/ und andächtig/ftt / und zu den Heiligen Stätten ge- daß nicht allein die Statt Lolmar- undwallfahrtet ist. das Land herum darab gebcsseret war/

sonder es käme auch für Ihr Bäpstl.

Nicht lang hernach ist der wohlchr- Heiligkeit Vonifacium IX. und andernwürdige Natter RaymunvuS de Ca- Cardinälen / die ab disem Merck einpua/ so ein Beicht - Vatter St. Ca- sonderbares Wohlgefallen hätten/ undtharinävon SeniS gewesen / ein Mann solches mit Päpstlichen Gewalt bestät-grosser Geschicklichkeit / und Fromkeit / teten. Hicrzwi'chen aber müßten di-General / und oberster Meister deß H. se gottseelige Vätter grosse Widerwär-Prediger - Ordens erwöhlet worden, tigkeit / und Durchächtungen / wegenDiser General hielte ein gemein Capi- ihres frommen Lebens / und gottseeli-tel im Jahr rz88. zu Rom / darauff gen Lehr / nicht allein von den weltli-neben andern Provincialen / und Vät- chen Menschen / sonder auch von ihrestern der S-Bruder Conrad,von Brüs- Ordens - Versöhnen außstehell/ undsen auch erschine / und da nach löblichem leyden. Ich will geschweige« der grossaltem Brauch die Vätter deß Capitels sen Armuth/ und Mangels der Noth-einer nach dem anderen ihr Culpas / turfft / so Zuerhaltung deß menschsSchuld / Mängel / und Unvollkom- lichen Lebens vonnöthen ist. Ichwenheiten in dem Orden öffentlich be- will auch geschweigen der / Nachreskannten / und es jetzt auch an Bruder den/ Kummer / und Lrüsaalen / mitConraven kommen war / daß er aus- welchen sie hauffenweiß üb erfüllen, wa-stchen solte/ und seyn Schuld sprechen/ ren/ in welchem sie sich tapffer / alsUnd bekennen/ nähme er einen Strick/ wahre geistliche Ritter / und Nachfolslegte denselben um seinen Hals / käme ger Christi verhielten,in die Mitten so vilerhundert Vättern/

und sprach : daß er würdig wäre deß Es bearbeitete sich aber nicht alleinTodts / Und daß man ihn billicher solte der S. Bruder Conrad in deme / da-an disem Strick auff hencken/ als den mit nach / Und nach die Manns - Klö-grösten Ubelthäter von wegen/ daß er ster Prediger- Ordens zu ihrer erstenbiß auf dise Zeit seinen H. Prediger- Vollkommenheit wider kommen Möch-Orden / nach Jnnhalt der Regel / und ten / sonder begehrte auch die Schwe-Constitutionen nicht gehalten hätte, stern Prediger - Ordens / widerum zuDises / und andere Ding / und Sachen ihrem ersten Zihl zuführen / und zubrin-mehr redte er vor allen Vättern / mit gen. Und dieweil er ein andächtiger/so kläglichen / und eyfferigen Worten/ Hocherleuchter / und weitbekanterPre-und Lehr/ daß die Vätter dardurchbe- diger/ und Lehrer war/ fände er vilwegt wurden ihr Leben zubessern/ und andächtige Kloster - Frauen / die mitdeß Ordens - Regel fleißiger zuhalten, grosser Begierd ihres Hertzens begehr-In diser Versamlung/ auß ernstlichem ten / daß sie abgesondert in einem Ä lo-anhalten deß S. Bruders Conrads / ster / nach der rechten wahren Regel /Und seiner Mitgesellen Teutscher Na- und alten Constitutionsn / wie man zution / war öffentlich gehandlet / und Zeiten ihres heiligsten Vatter Domini-ckdßqesprochen / daß der S. Bruder ci gelebt / wohnen möchten. Es lägeConrad / mit seinen Mit - Brüdern / ein Kloster indem Elsaß nicht weit vondie auch diser H. Meynung waren/kön- Gehwyler 8. Stund von Colmar/ innen/ und sollen deN H. Prediger-Or- einem Wald/ Schönen-Steinbach ge-ben in allen Puncten / und Gesätzen / nannt / darinnen vor Jahren Kloster-wie solcher zu der Zeit St. Dominici / Frauen S. Augustini-Ordens vil Zeitin einem Convent unverhindert halten, gewöhnet haben / aber zu derselben ZeitAlso Übergabe der General / oder Mei- war es in Abgang kommen / also daß

es

r.

^rrefottrnictt dieKloster-Krau^n /und bauetdas KlosterSchönen«steinbach.