Von dem seeligen Bruder Clausen / Einsidler/ und Beichtiger, z
dlsem Land Underwalden daß gegenAufgang der Sonnen / stoßt an dieLänder Ury/ und Schweiß / gegen Mit-tag an die Herrschafft Bern / gegenNidergang aber/ und Mitnachtanderfürtrefstichen Statt Lucern Gebiet/ obdem Kernwald in Sachsler Kirchzwanghaben zu Zeiten deß H. CostantzischenConciliums gelebt die frommen / und tu-tzendfamen Ehcleuth Heinrich von Flüe/Und Hemmana Robertin / eines altenEhrlichen Geschlechts/so etlich roo. Jahrtzewehret; seynd vom Berg / oder Gut/varinn sie ihren Weidgang / oder Woh-nung gehabt/ Meer/ oder die von Flüegeheissen worden/ und werden auch nochheutigs Tags ihre Nachkömmling alsoNenannt. Vor Zeiten aber waren sieLöwcnbrucker / oder die von Löwen-bruck genannt worden. Dise Ehe-leuth waren wohlhabig / mäßig / an-dächtig / und fromm / welche nach ge-meinem Landsbrauch ohn die Bauungdeß Erdreichs / nnd Auszrehung deßViehs kein andere Vegangenschafft här-ten.: verletzten niemand/ sonder warenMänniglich/ bevvrab ihren Nachbaurenvil Gurs / und Dienstbahrkeit zube-weiftn gar geniegt / und beflissen/ em-sig im Gebort/ und gehorsam der Ord-nungen der Christlichen K u chen. Deß-halben hat sie auch GOtt mit einer ge-venedeyten Frucht / nehmlich mitdiseMlieben Sohn Nicolao erfreuet/ welchergebvhren war im Mertzen / da man nachChristi unsers HErren Geburt zehlte1417. Jahr: als die Häupter der Weltim H. allaemeinen Concilro zu Cöstantz( wre gehört) ordenlich versammlet wa-ren. Ein Ding / so wohl zumercken/Und in acht zuhaben / daß alsbald be-sagter Wunderstern Nikolaus im Bisch-thum zu Cöstantz erschinett ist / gleichüngehents ein grosse Stille / Ruhe /Frid / .Und Einigkeit in der KirchenGOttes wunderbahrlich erfolgt / wie /Und was Gestalt / befehle ich den Ge-lehrten. Es hat aber der barmhertzigGOtt dises Kind auch in MutterleibÜbernatürlicher Weise erleuchten/ undbegnaden wölken: anzuzeigenwas endlichaus ihme werdewUrde.Dan er Nikolauszuvor / Und ehe er gebvhren ein solchesGesicht gehabt / nehmlich am Himmelsahe er einen Sternen / der an der scho-ne andere übertraft/ von welchen strei-tnen die gantze Welt erleuchtet war /welchen Sternen er darnach in dem Le-ben offt gesehen / inmassen daß er ge-weint es sey eben der Sternen/ den erin Mutterleib angeschauet hätte. Deß-gleichen hat er vor seiner Geburt einenschonen grossen Stein/ oder Flue gese-hen / und darneben das H. Oel / mitWelchem die Krancken versehen werden.
Ferner alsbald er gebvhren worden /Und an die Welt kommen/hat er sein leib-liche Mutter / und die Hebammen wohlgekennet / und darneben bescheidenlichgemerckt/ daß er durch felßächten Orchdurch den Ramftt / in welchem er seinEinsidlisch Leben endlich vollführen fvl-te / gen Kerns zu dem H. Taustgetra-gen worden / da er auch den Priesterder ihn getaufft / samt Gotten / undGöttin gar wohl gekennt. Allein ei-nen alten Mann so auch bey dem Taustgestanden/hat er nickt gekennet. Wel-ches alles ein Ehrwürdiger Priester mitNahmen Herr Heinrich am GrundPfarrherren zu Stantz / aus Nikolaiheimlicher Bekandnuß theur / und hochnach B. Clausen Todt bezeuget. Erwar aber darum zu Kerns getauft? /dieweil die Pfarr-Kirchen zu Sachslenzuderselbigen Zeit (wie man sagt) indem Interdikt / und ohn einen PriestergejtandeN.
In seiner Kindheit / und Äugend /hat sich der S. Nikolaus wie ein rechtgottseeliges Kind mtt gUten Sitten se-zieret / erzeigt / und gehalten. In ihmwar nit erfunden einige Anzeigung gey-ler Umschweiffigkeit / und Leichtfertig-keit/ als sonst der Jungen brauch ist»Er hat auch seine Eltern / und alle altöLeuth mit fleißiger Dienstbahrkeit geeh-tet. Seine Mitgesellen ermahnete erfürnehmlich zum Göttlichen Dienst / in-sonderö sein rechtgebohrne Geschwister-te / mit welchen er allzeit einmuthiglichlebte. Als er seines Alters im 16. Jahreinsmahls durch den Ranffgienge (wel-ches ein tieffes / und wildes Bachthallist/nicht weirvon seines Vatters Host-statt gelegen ) war ihme die Heiligkeitselbigen Orths zum andernmahl geof-fenbahret durch ein seltzame Erschei-nung/ als nemlich aus dem ReiN/odetBerglein / auf welches hernach sein Ein-sidler Capell gebauen war / sahe er ei-nen überaus schönen / und lustigenThurn stehen / dessen höhe sich in denHimmel erstreckte» Als verwegen diserfromme Jüngling ernstlich / und mitVerwunderung ansähe/ war sein Hertzgehling mit einer hefftigen Begirv zumeinsivlischen Wesen angezündet / inmas-sen daß et von dem Tag an ( wie erherNach seinety guten Freund Arnoldenan der Halten bekennet) anaefanaendie Versammlungen der Menschen fastzufliehen / Und die einsamme zukleben /doch nameer nichts nnbescheidlichs für/er war seinen Eltern underthan / undhalste ihnen die Haußsorg mit treuenverwalten. Und so er dann etwanNden gantzen Tag mit arbeiten in Mat-ten/ und Feldern vollbracht hätte / und
PyZ Ulan