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Cmsidler / und Beichtiger. ^
Trumms ) Und Gaben der seeligen Un-sterblichkeit trüge er an seinem sterbli-chen Leib herum.
. Der tausend Künstler / und'Erb-feind deß Menschlichen Heyls liesse nicht«b/ Visen Freund Gottes mit mancher-ley Anfechtungen zubeschwären / undanzutasten. Sein Häußlein randteer osttermahls mit solchem boldern / undflössen an/ als wolte er das gantzGe-bäu schnell znboden werffen. Ist auch
> etwann zu ihme in grausammer Gestalthinein gangen / hat ihn bey dem Haargenohmen/ und mit gemalt hinauß ge-zogen-, Da dann der Feind sahe /daß er ihn keineswegs mit gemalt über-winden könnte, nähme er Geschwin-digkeit /und List für die Hand. Einesmahls ist er ihme erschinen in Gestalt ei-nes mächtigen Edelmanns/ der köstlichbekleidt/ und geziert war/ und auf ei-nem Roß daher reitend / fienge ausmariigfaltige weiß B. Clausen anzurerden / und zurathen/ daß ihme garnichtgezimte also ohn den brauch menschli-cher Gesellscha'fftin diser Einöde zuwoh-nen / und ein solches strenges Lebenzuvollführen/ dieweil er also zu der Hreuddeß Paradeyses nicht kommen möchte.Da er aber ja seelig zuseyn begehrte /so solteer srch mit andern Menschen Gerrvohnheit / und Sitten vergleichen. Alsaber der Gottseelige Mann den Betrugdeß unreinen Sathansverstunde/warder schnell durch Gottes / und seiner lie-ben Mutter Maria Hilff < welche er mitgrossem vertrauen angeruffen ) auß al-ler Gefahr errettet. Das B. ClausMariam die Mutter Gottes als einfonderbahre Patronin höchlich verehret/und ihr mit svnderm steiß gedienet habe/zeigen nit allein die alte Gemahlt an /si> hiervon gefunden werden / sonder be-zeugen solches auch mit klaren WortenH. Heinrich von Gundelsingen / Hein-rich Wölfstein / Sebastian auß demRheinthall / Johann Salat / und inSumma alle alten Geschrissten/ so inUnderwalden von ihNre zufinden. Inobberürten alten Traktaten deß Jahr-zeit Rodels zu Sächsle»/ werden auchdise Wort gelesen : B. Claus hat auchihme Arnold Rohrern seinem gutenFreund oft angezeigt / wie ihme derTeussel Täglich vil zuleyd thäte / undihn aber unser liebe Frau allwegen trö-ste. Auß welchen Worten gut abzu-nehmen/ daß Maria die Mutter Got-tes ihme zu Zeiten auch sichtbahrlich er-schinen seye / sintemahl der böse Geistihn so oft / und dick stchtbahrlicher Ge-stalt angetastet.
«»p.Gar treulich / und ohn underlaßdanckete B. Claus GOtt dem Herren
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um drey Ding. Erstlich daß er die Be-willigung seiner Ehelichen Frauen / undKmdern zu disem Ernsidlischen Standerlanget/ und jetzt mit weltlichen Sa-chen nicht mehr zuschaffen hätte. Zudem andern / daß er kein Willen/oderAnfechtung nicht gehabt hätte/ von derEinöde widerum zu Weib/ und Kind/und zu der Welk zukehren- Und zudem dritten/ daß er also ohn leiblicheSpeiß / und Tranck leben möchte /welche grosse Gnad er von Jugend aufgewüvscher / und von G-Vtt erbetten /damit er desto baß von der Welt seyn/und GOtt seinem Schöpffer allein a»vhangen / und dienen könnte. Er istauch nimmermehr zu seinem Hauß/undHeimet kommen/ ob es schon nichtfennwar von seiner Wohnung. Etwannjedoch selten / ließ er seyn Haust - Frau/samt den K inderen zu ihme in den Ranjstkommen / damit er sieheytsamiich lehrte/wie sie ihr Leben nach Göttlichem Wil-len aufopffem/ und anstellen solten.DeßB.ClansenRed/ Gebärden/undAngesicht war allzeit zu der Sanfft-muth/ und Gütigkeit geneigt/ und er-zeigte auch in allen Dingen ein gleichesstandhaffteö Gemüth. Es war abernicht allen Pilgern / und Frembdlingenzugelassen / daß sie ein freyen Zugangzu ihme hätten / dann wie er auch selbstbezeuget/ kamen etliche dahin nicht zurBesserung/ sonder mehr auß Fürwitz /und Leichtfertigkeit / nach der Phariseetart/ daß sie ihn versuchten. Darumals er etliche also gesinnet sahe / und in-wendig erkandte/ flöhe er sie fast / wasaber die Guthcrtzigen / fo ihn heim-suchten / belanget : die liesse er ftey mitihme reden / grussete sie freundlich / lehr-te sie gütiglich / und ehrcte sie gebür-lich. Und ob er schon weder schreibennoch lesen könnte / pflegte er doch ausGöttlicher Gnad / und Weißheir/ auchmit den allergelehrtisten Leurhen der-maßen zureden / daß er sie auch genug-sam berichtete / und oft ihren Unverstandin heimlichen Dingen zuhllss käme-.Dann er s wie auch Trithcrnius bezeu-get ) nicht änderst / dann der Abt S-Antoniusein hochgelehrter Philosoph»*war.
Nachdem die alte Hrth der Eyd-gnoßschaßr mit HilffHertzog Sigmun-den von Oesterreich / und Renatr Her-tzogs von Lothringen Anno 1476, dengroßmächtigen Hertzogen Carlen vonBurgnnd in dreyen Feldschlachtcn ZUGransee/ Wirten / und Nansen über-wunden / und erlegt : entstünde undcrihnen / den Eydanossen / selbst nicht eingeringe Uneinigkeit. Dann erstlichmöchten sie die grosse Beut / welche sie
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