Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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Cinsidler/ und Beichtiger.

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9. Anna Maria Brand von Esch-lißmath aus dem Entlibuck wurde ingemeldter Cel! deß seeligen BruderClaufen in Ansehung geistlicher-undweltlicher Persohnen von dem bösenGeist / von welchem sie lang besessenwäre / beftcyet.

w. Dises Jahr 1732. den 6. Heu-monat ist zu Hegglingen in dem linde-ren Freyambt Anna Maria Nawervoneinem hochen Kirßbaum gefallen / hatin solchem Fahl alle Rippen der rechtenSeichen gebrochen/ wäre sonsten alsoelend zugericht / daß Doctor/ und Var-bierer alle Hoffnung längeres Lebensverlohren/ wurde verwegen zu demge-mäß erachteten nahen Todt mit denHH. Sacramenten versehen. In sol-cher euffsrsten Lebens Gefahr verlobtsie sich mit einem Opft'er zu dem Vilsee-lrgen Bruder Claufen / auf solches hatGOtt durch die Vorbitt deß grossenWunder-Manns ein augenscheinlichesWunder an ihr gewürck^/ dann da manaUfihr End sich versähe / stehet sie frisch/und gesund von dem Beth auf / ist al-ler Schmertzen befreyet / verrichtet wiezuvor ihre Geschäftt / komt nach Sax-len / legt ab das versprochn« Opffer /und gibt öffentliche Zeugnuß dises anihr geschehenen Wunders. Es bezeu-gen solches ebensahls die Einwohner zuHoggliugen / ihre Haußgenvssen / Bar-bierer / und mit Visen der Wohl-Ehr-würdige HerrJost Bernhard HeffligerPfarrherr allbvrten.

n. Anna Maria Hartman vonHcrgisweil Lucerner Gebieths wärelange Zeit von dem bösen Geist beses-sen / begäbe sich nacher Saxlen / undhatte mit grossem Vertrauen zum vftte-ren den Seeligen um Hilffangefiähnet/welche sie auch erhalten / mdeme den 9.x.brib dises 17z 2. Jahrs sie von demhöllischen Einwohner völlig befreyetworden.

12. Disen Wundcrwercken soll bil-lich nachfolgendes beygesetzt werden /welches von dem Hochwürdigen HerrenP. Prior der Larthuß zu Jttingen istnach Underwalden überschriben worden/wie folget. Zu grossem Lob / Ehr /und Glory Gottes/ wie auch deß Vil-seeiigen Bruder Claufen sey jedermän-njglichen kund / und offenbahr die gros-se/ und wunderbahre Gutthat/ die ei-nem unsers Gottshauß Ordens-Geist-lichen erwisen worden / und besteht infolgendem: Es läge gemeldter ordens-Geistliche lange Zeit an einer schwären

Kranckheit.darnider / welche zlr hebender Artzt allen seinen Fleiß / Kunst /und Mittel angewendet / so sonsten indergleichen Kranckheiten die erwünsch-liche ja gleichsam sichere WürckUng zu »haben pflegen / wäre aber alles umson-flen / der Artzt nach eigner Bekandt-nuß befände sich aussert allen Mittlen/und Rath zu helffen / es wäre so weichkommen / daß der Krancke noch ste-hen / noch sich aufrichten / noch von ei-ner Seichen aus die andere wenden /vilweniger etwas Speiß / und Lranckschlucken könte: Sase derowegen mitarmseelig zusamen gezognem Leib in ei-nem Sessel/ in solchem sein leiste Stunderwarthend / welche die nächste zu seynfür gwüß gehalten wurde In disem al-so betrübten Stand deß Krancken /weilen kein menschliche Hilff mehr üb-rig / haben wir unser Zuflucht zu denhimmlischen genommen / nehmlich mitgrossem Vertrauen zu dem VilseeligenBruder Claufen / von dessen wunder»thätigen Sarch wir ein wenig mit 2.oder z. Tropften deß Wassers / in wel-chem dessen Heil. Gebein seynd abge-waschen worden / mit anderem Wasservermischet / mit disem zugesetzten See-gen dem Krancken dargereicht. HErrseegne dises Tranck / damit es deinemDiener zur Leibs-und Seelen-Gesund»heit gereiche / im Nahmen GOtt deßVatters/ Sohns/ und H. Geists / rc»Welches als der Krancke hinundekschlucken könte / haben wir mit grossemVertrauen auf den Knyen unsere Händerhebt / und für unseren Krancken Bru-der z. Vatter unser/ und Ave Mariagebettet: Und sehet Wunder! Als di-ses Gebett vollendet / enden sich dieSchmertzen / der Krancke hatte augen-scheinliche Leichterung / und in einerhalben Stund völlige Gesundheit / unddie Nacht / in welcher er schon underdie todtne gezehlt wurde / genösse erleichten / und lieblichen Schlaff / istmorgens aufgestanden / hat dem All-mächtigen GOtt in der Ehr seines Vil-seeligen Artzts Br. Claufen zur erkant-lichen Dancksagung die H. Meß aufge-opfferet. Dises geschahe den 2. Hor-nung an dem Fest der Reinigung derfettigsten Jungfrauen Maria auf deaAbend / dises lauffenden Jahrs 173?»

Also bezeugt

k. I^auremius krior>

und sein Lonvem/rc.

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