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44? Vorr dem Gottseeligen Petro Canisio.
Vatter Canisio/ und halste ihm außdiser Gefahr/ und führte ihn/ unddas Pferd auf ein truckene Wifen/da-hin P. Rocca auch bald käme/ undseinem lieben Vatter um den Hals fie-le/ sprechende: Ach Pater wie ist mirso Angst gewesen da ich euer Ehrwür-den nicht hab können helffen. DaraufCanisius geantwortet: Er scye wohlzumurh gewesen / dann er begehrte auftgelößt zuwerven / und mit Christo zu-sein. Darauf wendete er sich zu demMann der ihm geholffen hatte/ undspräche freundlich / und danckbarlich zuihm/ kommt in die Herberg da wollenwir mit einandern Essen/ und euch ei-nen freundlichen Willen machen: danun diser Mann den Patribus wide-rum zu Pferd geholffen/ und fort gan-gen/ ist er bald verschwunden/ daßman endlich darsür gehalten/ es seyeder Engel Gottes gewesen.
Im Jahr 1569. käme er widerum vonPnnsprug gen DiUingen/ und zöge nachOstern gen Rom / und Lauteten mitdem Cardinal / und Bischofs zu Aug-sburg. Nachdem er aber seine Ge-schafft verrichtet hätte / Und widerumin das Deutschland gen Dilltngen kom-men war empfienge er Vrteff von demGeneral Francisco Borgia / daß er demPaulo Hoffco / daß Provincial Amptübergeben/ (welches er 14. Jahr langmit grossem Fleiß/ und Nutz verwaltethätte) und er hinfüro allein dem Bü-cher schreiben abwarten solle. Nit langzuvor hat er das schöne teutsche Mar-tyrologium in 4. lassen ausgehen / UndAnno 1571. und 1577. die 2. grosse Bü-cher von St. Johann Bapt. und vonunser lieben Frauen der Mutter G2t-tes Mariä wider etliche Widersacherdeß Latholischen Glaubens. Hierzwi-schen predigte er / und hörte vilzu beicht/und underweisete / mit sondern Lust /und Frölichkeit die Jugend. ZuAug-spurgtribrervon einer adelichen Jung-frauen von Bernhausen 7. böse Gei-ster/ und bekehrte ihren LutherischenVatter. Darauf würd er Anno i572.gen Vnnsprug/das Hofprediger Ambtzuversehen / zu dem Ertzhertzogen Fer-dinands geschickt / welches er 7. Äahrohn underlaß verwaltet hat / ausge-nommen wann er zu einer GeneralVersammlung der Societet beschriben/o-cr.gen Rom von Greaorio XIII. be-rüssen worden / zuberathschlagen/ wieim Deutschland der Catholische Glaubwiderum könnte vermehrt werden. Daward daß beste Mittel vorgeschlagen /Collegia zu Rom/ und im Deutschlandaufzurichten / da die Jugend auferzo-gen/ und in den freyen Künsten / und
Andacht underwifen wurde. Die her-nach das Volck in allem Eyffer / undAndacht mit predigen / und guten aufer-baulichen Wandel / underrichten sollen.Es wäre auch unser Canisius zugegen/als nach Ableiben B. Franctsci Bor-gn! / P. Everardus Mercurianus zumvierdten General erwöhlet ward. Mitdem Cardinal Johanne Morono Apo-stolischen Legaten/ müßte er Anno 1576.auf den Reichstag gen Regenspurg /da Canisius kein Gelegenheit versäum-te mit Predigen / und andern guten Er-mahnungen die Catholische Religionzubefürdern. Im Jahr 1580. hat erTheils als deß Provincials Gesell /Theils auch als sein Vicarius / oderStatthalter mit dem Apostolischen Le-gaten gen Nürnberg auf den Reichs-Tag ziehen sollen / aber er ist verscho-ben worden/ ist derhalben Canisius ge-gen Ausgang deß Jahrs genFreyburgin Uchtland gezogen/ allda er seinerWanderschaffr ein End gemacht; danner an disem Srth 17. Jahr / nehmlich8. mit Predigen die übrigen in derRuhe / und beschaulichem Leben mitMaria Magdalena / verschlossen. Da-hin war Canisius durch den Päpstli-chen Legaten Johannem FranciscumBonhomum begleitet/ und der StadtFreyburg mit einem Gesellen aufzu-nehmen / der Catholischen Religion zugutem commenviert / und angetragen.Und ob gleichwohl es anfänglich schwer-lich mit Annehmung seiner/ und seinesGesellens Persohnen/ zugienge/ je-doch nach dem er seinen eysserigen Mundauf der Cantzel ausschäle/ und seinenauferbaulichen Wandel sehen liesse/hater bald erlanget/ daß nicht allein erauffgenommen/ sonder auch ein Colle-gium gebauen ward.
Nachdem nun dem GottseeligenMann im Jahr 1588. die Stimm / undLeibskräfften gefallen waren / und da-mahls seines Alters 68. Jahr/ die Can-tzel nicht mehr versehen mochte / hat ernicht gar feyren wvllen/sonder aus Rathseiner Mitbrüder / seine Predigen /welche er so lange Jahr mit grossemNutz der Seelen gehalten/ übersehen/dieselben in den Druck verfertiget/ undsolche in die Lateinische Sprach verse-tzet/ damit die Nutzbarkeit derselbigensich desto weiter erstrecken möchte. Erhat auch einen löblichen Brauch gehabt/die Heckgen / welche an dem Orth daer wohnete / berühmt waren / sonder-lich zuverehren / deßwegen er das Le-ben St. Mauritij / und feiner gantzenGefellschafft der Thebaischen Legion ;Item St. Fridolini deß Abts; St.Beati ersten Apostels deß Schweißer-
lands/