454 Von dem Gottseeligen Nicolao Rusca /
mit grossem Nutz der Seelen / und werden/ die er auch mit Schanckun-Beflüdecung des Christlichen Glau- gen/ und Gäblein noch fleißiger / undbens nützlich versähe / und zubrachte / eyfferiger wachste. Nicht allein aberalso daß er würdig geachtet wurde / erzeugte Visen fleiß unser Nicolaus ge-ben grossen/ und fürtrefflichen Ehren-- gen den Catholischen/ sonder er wäreritul anzunehmen / daß er solte der auch vil eyfferiger gegen den jungenErtzpriester in dem gantzen Bischthum Kindern der Widersacher / die er mitChur sein / und genennet werden. In Gelegenheit mit dem H. Crcutz bezeich-welcher Würdigkeit/ gleich wie er allen nete/ und ehrliche Schanckungen gäbe/Peiestern/ und Geistlichen an Ehren/ damit bey ihnen aufs wenigest die Ge-und Stand vorgienge / also auch keuch- dächtnuß des H. Creutzes / und bitterntet er ihnen vor an Tugenden/Gottö-- Leidens / und Sterbens ZEsu Christiforcht/ heiligem / und exemplarischen unsers Heylands/ und SeeligmachersLeben. Dann erstlich ist er eines keu» verblibe. Gegen den Armen/so wohlschen Lebens gewesen / und hat zu der Evangelischen ( wie sie sich nennen ) alsMarter -- Cron das Jungfräuliche Gig- Catholischen / war er nicht allein Milt/kräntzlem auch erlanget. Es ist auch und gäbe ihnen ein reiches Allmusen /kündbar/ wie alle die jenige bezeugen/ sonder auch tröstete / und ermahnetebey denen / und mit welchen er jemah- sie zu der Gedult/ und Tragung ihreslen gewöhnet/ und alle Wüssenschafft von GL)tt auferlegtes Creutz/ undseines Lebens gehabt / daß niemahlen Kranckheiten. Und wer will nur er-von ihme weder ein unzüchtiges Wort/ zehlen seinen auferbaulichen Wandel /Gebärden/ oder Anblick gehört/ ge- sein Demuth/ Sanfftmuth/ Gedult /spühret/ oder gesehen worden / un- und Standhafftigkeit/ so wohl durchzüchtige Weiber / und Männer aber die Zeit seines Lebens/ als seiner Mar-hat er geflohen / und nicht leyden mö- ter/ und gottseeligen Todt. Disegen. Zu dem andern hielte er seinen Tugenden aber brachten ihme einenLeib in grosser Disciplin/ Zucht/ Mäs- grossen Mißgunst bey seinen Wi-sigkeit/ und Mortiflcativn / und das derfächern/ wiewohl sie sein Leben /in geheim. Dann neben den gewöhn- und Wandel nicht schelten könnten/ daßliehen/ von der Christlichen Kirchen sie ihme nach dem Leben stelleten/undaufferlegten Fasttägen / legte er ihme mit Gisst den S. Mann hinzurichtenselber vil Fasttäg auf/ und hielte sol- fürgenommen. Als aber um dieselbi-che streng / sonderlich wann er hörete/ ge Zeit in Rhätia / Graubündten / undoder sahe/ daß der Catholischen Air- in der Graffschafft Eleven ein grossechen/und ihren Schäsflein grosseWi- Empörung sich erhübe/wegen desderwämgkeit / und Gefahr zugestan- Bundts mit den Venedigern / den dieden wäre. Beynebens pflegte er auch Uncatholische Lehrer heffrig hülsten be-zu gefährlichen Zeiten Tag / und Nacht fürderen / rc. Hingegen vermeintenmit Ernst/und heissenZähern dieGött- die Römisch-Catholische Bündtner /liche Majestät zubitten/ und zu der daß sie genügsame Vündtnussen mitBarmhertzigkeit bewegen. Die gött- den Eydtgnossen / Cron Frankreich /licheAembter verrichtete er andächtig/ und König in Hispanien / deßwegenin dem Predigen eyfferig/ und in der unnöthig wäre / sich in weitere Bündt-Pflantzung des Christlichen Glaubens nussen einzulassen. Aber der Vene-ernsthafft. Welches genugsam an- tianer Gelt-Bündtnuß traffe für/ durchzeigten die 2. Disputationes/ so er zu Empörung/ und durch die Waffen/da-Plurs im Haubtflecken / und Tiran / rum müßten die Catholische Bündtsmit den Widersächern des Catholischen ner verfolget / verbrännet/ ja etlicheGlaubens / gehalten / daß sie ihm nicht gar um das Leben kommen/ und ge-weiters widerstreben/ noch antworten tödet werden. Damahlen achtetenwolten noch könnten / rc. die Predicanten gute Gelegenheit zu-
haben/den unschuldigen ErtzpriesterttEin sondere Anmuthung / Liebe / zufangen / und hinzurichten,und Fleiß trüge unser gottseeliger Ni-
colaus zu den Kindern / und unschul- Als nun die Predicanten ( denendigen Jugend / in dem er sie den Ca- der Gewalt über. die Catholischen /techismum/ und was zu dem Christli- und das Blut zurichten neben anderenchen Glauben/ ihrer Seelen Heyl/und gegeben )festiglich beschlossen/den Ertz-Heiligkeik des Lebens vonnöthen wa- Priester Nicolaum zufangen/ öffnetenre/lehrte/ und underweisete / also sie ihren Rathschluß dem Haubtmanndaß er in seinem hochen Alter/ da er Buoliovon Malaters zu Sonders / ei-schon sibentzig Zahr alt wäre / nicht kön- nem Feind der Catholischen / und gu-te von der Lehr des Catechismi/ und ten Freund der Venedijchen Verbündt-Underweisung der Jugend abgehalten nuß. Life achteten die nächtliche
Zeit
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