Buch 
Helvetia Sancta, H. Schweitzer-Land : das ist ein Heiliger lustiger Blumen-Garten, und Paradeiss der Heiligen; oder Beschreibung aller Heiligen, so von Anfang der Christenheit in Heiligkeit des Lebens, und mancherley Wunderwercken, nicht allein in Schweitzerland, sondern auch an angräntzenden Orthen geleuchtet samt einem Zusatz von dem Heiligen Maryrer Fideli, und der Feyrlichen Enthebung des Seeligen Bruder Clausen, wie auch mit einem ausführlichen Register aller Heiligen, und Seeligen / <<seu>> Paradisus Sanctorum Helvetiae florum zusammen gezogen, und beschriben durch weyland den ehrwürdigen, und wohlgelehrten Herren, P.F. Henricum Murer, der Carthauss Ittingen Profess, und Procurator, etc.
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4 -5^ Don dem Gottfeck'gcn Fidele/

Ader in allen/ und jeden weltli- und Liebe gegen GOct dem HEr-chcn Ständen/ und insonderheit ren/ wie dann auch gegen meinerin dem/ darinnen ich mich hcfan- Geel Seeligkeit selbstcn ander-de/ und mein übriges Leben zu- Werts / und ausser der Welt / nehm-zubringen hatte/ über die von der lich in den Geistlichen Ständen /Erbsünd hero zu dem Guten er- um gute / sichere / und gewisszihlcer Blödigkeit / Zu allen»- Mittel GGtt dem HErren in Voll-st» aber angebohrner lncÜnLnoa , konnnenhcit einig zu dienen/ vonNeigung / Gedancken / und An- gantzen / und zertheilten Hertzenschläg (wie solches die tägliche Er- zu lieben / und oft besagte unserefahrung scheinbahr an Lag gibt) Pflicht / und Schuldigkeit zu er-die Gcsätz / Mißbräuch / schädliche statten mich mit höchster Gorg-GewohnheiteN / böse / und zu al- fältigkeit / und wohl-zeikiger Ek-lem Übel anreitzende Erempel / wegung umzuschauen verursachet/auch die Geschähst selbsten/ damit angetriben / und genöthiget wor-fle mehrencheils uurzugehen pfle- den / und nach fleißigem durchzö-gen / denen zu dem wahren dienst hen aller /und jeden (drdens-Stän-GOtces / und Erlangung unseres den die Heil. Seraphische 8 oc,erät/Endes der ewigen Stetigkeit von oder vilmehr kracerriuät der min-Lhristo JEsu Mit Wort/ undder» Brüderen/welche man Lapu-Werck vorgewistnc Gesalzen/Ord- einer namstt / obgedachre Stucknungen / und Evangelischen- der Gebühr / und Schuldigkeitrhen also gar ungleich entgegen / nach sicher / und heiliglich zu er-uud schier allerdings zuwider be- füllen / vor anderen (adln inviäisfunden / daß Mich gedunckee die vcrbo ) gantz bequem / und taug-Wort des H. Propheten Jeremia». lich erfrmdcn / und verspühret /rcimeten flch gar wohl auf diestlbi- daß erst besagte Heil. krscermrätge da er gesprochen: Du hast mein nicht unbillich meines Erachtens/Joch von Alter her zerbrochen /und und Einfalt / dem Evangelischenmeine Bond zerrissen / sprechende: Acker / darinnen der Schatz s be-Ich will nichtdieNM. Welches noch ste heiligste Mittel / und Gelegcn-mehr / und gründlicher betrachtet hcitett GGtt dem Allmächtigen ei-der H. Johannes 1.2. Als er uns nig / und reche zu dienen / ihnevon der gefährlich- und verdamm- von gantzen HertzeN zu lieben / undlichen Müheseeligkeic der Welt mit zu besitzen / und uns oft gedach-disen scharpften / und erschröckli- ter vbliZacion , und Pflicht nachchcn Worten abmahnec / spre- Vermögen zu entladen ) verbu-chend : Habt nicht lieb die Welt / gen ligk / recht / und wohl kan- noch was in der Welt ist / so jemand verglichen werden / dieweil danndie Welt lieb hat / in dem ist nicht ich durch sonderbahre Anleitung /die Liebe deß Natters ; dann alles und nngezweiffleee Emsprechungwas in der Welt ist/ daß ist Begir- Gcdrc deß Heiligen Geists distnlichkeit/ und Wollust des Fleisches/ Evangelischen Acker ohnlängst er-Lust der Augen / und Hosfart des sehen / demselben durch diß meinLebens. dlovicisc. und verwichcnem pro-

bier - Jahr mit mehrer mscurirät /Wann/ und dieweilen dann die undwürcklicher Erkundigung con-- Welt samt ihren Ständen also gar siderirt / demselbe durchaus zu demirr das Übel / und Gefahr versteckt/ Dienst GGtces sehr bequem befun-daß weder der Dienst GOttes / den. Also bin ich nach dem Wortnoch die Liebe deß Himmlischen deß H. Evangelij / und MeynungVacrers allda zu finden / und unser Regul mit Verkauftung /schließlich obangezogene unsere ob- und Ausrhcilung undcr die Armenligsuon zu erstatten/ wenig / oder alles das Meinige / durch Hilff /schier gar kein Gelegenheit nicht Gnad / und Beystand GGttes den-kst/ bin ich aus obligenderPflicht/ selben zu erkauften / oder vilmehr

durch

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