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res Verlursts gestiegen ; und weil der Vertuest so groß war, daß ernicht grösser hätte seyn können, so stieg auch euer Leid so höh, daß esnicht höher hätte steigen können.
Wie kömmt es aber, das in diesem Hochfürstlichen GOtteshau-se, wo kurz zuvor alles in so tiefe Trauer versenkt war, anheut wiederalles voller Freuden ist ? Woher kömmt doch diese so wundersame Ver-änderung. Doch, was frage ich lang der Ursache dieser Veränderungnach, die schon jedermann bekannt ist? BEDA, BEDA ist derjeni-ge , der eurer vorigen Bestürzung anheut ein Ende macht. Da er an-heut die ihm anvertraute Würde eines Vorstehers dieses FürstlichenStifts durch öffentliche Einsegnung in Besitz nimmt, so ersetzt er euchwieder den Verlurst, den ihr durch den traurvollen Hintritt eures gros-sen Kölestins erlitten hattet; und gleichwie die Morgenröthe den Men-schen der herannahenden Sonne versicheret, also versicheret euch anheutauch BEDA, und erweckt in euch die zuversichtliche Hoffnung , daßihr an ihm bald wieder einen Kölestin, daß ist einen liebenswürdigstenVater hergestellt sehen werdet.
Mit dieser Würde eines Vaters hat ihn GOtt selbst gesegnet,indem er nicht sowohl von den hiesigen Hochwürdigen Herrn Kapil-laren, als von GOtt selbsten zum Abten und Vorsteher dieses Fürst-lichen Stlfts ist erwählet worden. GOtt selbst leitete die Stimmen 'der Wahl, und machte, das diese zu Gunsten unsres BEDA sich ver-einigten. Ich gebe wohl zu, das solche Wahlen nicht allemal für einWerk GOttes können angesehen werden, in welchen entweder der Er-wählte allzubegirrig nach seiner Erhöhung trachtet, ja oftmal durch un-erlaubte Mittel sich den Weeg zu einer Würde bahnet; oder die Erwäh-lende nur nach ihrem Eigennutz ihre Stimmen einrichten, und nichtsminder, als GOttes Ehre, zum Zwecke ihrer Wahl haben Aber weitänderst war die Wahl unsers BEDA beschaffen. Ihn selbst belan-gend, so war seine Demuth von aller Herschsucht so weit entfernet, daßer vielmehr gewünscht hätte, der mindeste unter seinen Brüdern zu seyn,als daß er ein so hohes Amt übernehmen solte; und erwürbe sich höchst-glücklich geschätzt haben, wenn andre so wenig Achtung für ihn gehabthätten, als er selbst für sich hatte. Auch die Hochwürdige Herrn Ka-pillaren hatten in dieser Wahl nichts anders , als die Ehre GOt-tes , für ihre Richtschnur. Um hierzu die nothwendige Erleuchlnglvon GOtt zu erbitten, bereiteten sie sich vor zu dieser Wahl durch eif-rigste Andachten. Ja sie verbanden sich sogar unter einander durch ei-nen öffentlichen und ausdrücklichen Eidschwur, keinem andren ihre Stim-men zu geben, als dem, den sie, die Ehre GOttes und den Nutzendes Gotteshauses zu beförderen, unter allen den Würdigsten zu seynerqchten würden. Hieß dies nicht, dieses ganze Wahlgeschäft gleich-sam GOtt allein in die Hände werfen? Und da diese mit GOtt ange-fangene , und mit GOtt geendigte Wahl zu Gunsten unsers BEDAausgefallen, konnten sich die Hochwürdige Herrn Kapillaren nicht auchmit allem Recht eben desselben Aufdrucks gebrauchen , dessen sich ehe- . ^dem die Heil. Apostel bedient haben: Vilum est 8pirirui 8gnAc> Sc oobiz: -Es hat dem Heil. Geist, und Uns gefallen, das BEDA unser Vor- v.sicher seyn soll? Ja, ja Hochwürdige Herrn! GOtt selbst thut ein Zei-chen an euch; er thut ein Zeichen auch an allen euren Unterthanen ,und bestätiget dadurch, das er BCDA erwählet, und mit der Wür-de eines liebenswürdigsten Vaters gesegnet habe; indem er anheut eu-re , und aller eurer Unterthanen Herzen mit so übermäßigem Trost über-schwemmet, daß dadurch alles Leid, welches euch der Verlurst eures
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