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Ehren-Rede auf das Hohe Einsegnungs-Fest, dess hochwürdigsten dess Heiligen Römischen Reichs Fürsten, und Herrn, Herrn Beda Abten des Fürstlichen Stifts St. Gallen, und St. Johann im Thurthal, Ritters des Königlichen Ordens der Verkündigung Mariö, etc. etc : vorgetragen am Fest der trostreichen Geburt Mariä, den 8.ten Herbstmonat, 1767 / von dem hochwürdigen Herrn P. Anselm Müller, Capitularn des Hochfürstlichen Gottshauses Einsidlen
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Beschluß.

K^Un ist es einmal Zeit, Hochansehnliche, das ich meine Rede be-^ schließe, nachdem ich euch gezeiget, das sowohl MARIA in ihrerGeburt, als BEDA in seiner heutigen Einsegnung auf eine ganz ähn-liche Weise hervortreten, trostreich wie die Morgenröthe, schön wie derMond, und ausserwählt wie die Sonne; weil beyde von GOtt geseg-net sind mit der Lrostreichesten Würde; gesegnet mit allen ihrer hohenWürde zuständigen Eigenschafften; gesegnet mit den heilsammesten Ein-flüssen ihrer Würde gegen alle ihre getreue Diener und Untergebene.Es erfordert nun euer Pflicht, das ihr eure Herzen gegen die erste undeinzige Quelle alles Guten richtet, und GQtt dem HErrn für diesedoppelte, und niemal genug geschätzte Wohlthat, die 'er euch anheuterwiesen, den schuldigsten Danck abstattet. Beyde, sowohl MARIA,die anheut zu allgemeinem Trost der Khristglaubigen gebohren ist wor-den , als BEDA, der anheut zur allgemeinen Wohlfart seiner Unter-gebenen eingesegnet wird, sind vorzügliche Geschänke der wohlthätigenGOttheit; worfür ihr der göttlichen Güte den höchsten Dank schuldigseyd.

Ihr sollet aber bey dieser Danksagung auch nicht vergessen , füreuren nenerwählten Vorsteher die eifrigste Gebethe gen Himmel zu schi-cken. Denn ihr müsset wohl erwegen, das die Regierung, die BEDAanheut durch öffentliche Einsegnung in Besitz nimmt, ob sie schon euchzu gröstem Wohl gereichet, jedoch seiner eigenen Person die schweresteLast der Sorgen und Arbeiten aufladet. Gleichwie dann BEDA an-beut bey dem göttlichen Thron aufs nachdrücklichste für euch anhaltet,daß Er Allerhöchste seine Regierung zu eurer Wohlfart segnen wolle;eben also sollet auch ihr dem Gäber alles Guten für BEDA eure inn-brünstige Bitten vortragen, und ihn eifrigst anflehen, daß er die schwe-re Last der Sorgen und Arbeiten, die BEDA euertwegen übernimmt,ihm mit himmlischem Trost erleichtere. So lasset uns dann insgesamtunsere Gemüther gen Himmel erheben, und bey dem göttlichen Gna-den - Thron unsre Gebethe für BEDA anbringen.

Allmächtiger ewiger GOtt, der du aller Menschen Herzen und ^ 7-Nieren prüffest! du siehest, wie innbrünstig nicht nur alle Hochwürdi-ge Glieder dieses Fürstlichen Stifts, sonder auch alle Einwohner dieserFürstlichen Landen anheut zu dir rufen, um für ihren neuerwähltenVorsteher Gnade und Beystand von dir zu erbitten. So erhöre dannihre Gebethe; erfülle ihre Wünsche; und da BEDA anheut von demDiener der Kirche vor deinem Altar eingesegnet wird, so sprich du selbstüber ihn von dem hohen Himmel herab deinen göttlichen Segen. Unter-stütze ihn in allen seinen Unternehmungen mit deinem allmögenden Bey-stand ; versässe ihm die Beschwerlichkeit seiner Arbeiten mit himmlischemTrost; und stärke ihn mit so kräftiger Gnade, das alle seine FürstlicheVerrichtungen deinem allerheiligsten Namen zu grösserer Ehre, diesemFürstlichen GOtteshause zu grösserer Aufnahm, allen Fürstlichen Landenzu grösserer Wohlfart, ihm aber selbsten zu grösserem Trost und Verdien-ste gereichen. Setz entlich das Ziel seiner Regierung in so entfernte Zei-ten hinauß, daß auch die späthesten Nachkömmlinge noch die Früchtendavon gemessen mögen; biß entlich BEDA voller Jahren, und voller

Verdiensten von dieser zeitlichen Herrlichkeit zur ewigen Ver-herrlichung von dir wird berufen werden.