48 In der H. Fasten-Zeit.
In Leibfarb will ich mich kleydcn/ HCrrdein Leib wird entblößt / die Nägel must dlkleyden/ ans Creuy malt dich hinfloßt: daranthut man dich heffcen / groß ist die Marter 'dein / all deine Glider und Kräfften / voll 'Peyn und Schmerlen seyn.
In Haarfarb will ich mich kleiden/kragen !
ein hären Kleyd / der HEn am Crem chltt ^leyden/ zll seinem Vaner schreyt: dem Sun- <
der thutvergcben/ er weißt nicht was er thut/gibihm das ewig Leben/durch meinen Todtund Blut.
In Blarr will ich mich kleiden / will scha- ^
wett den Himmel an / ob er das Leyd könnleyden / es kramet Sonn und Mond: derAnhang thutsichrrennen / die Felsen leydenNoht/ all Crearuren erkennen / deßSchöpf-fers bitteren Todt.
In Veilbraun will ich michkleyden / derHErr ins Grab wird glegt/nach seinem Todt»rnd Leyden/ wirdmitdem Stein bedeckt: derHeyland ist gestorben / uns Menschen all zugut/ das Heyl hat uns erworben/ sein Rosen-farbesBlut.
Marie»