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Catholisch Gesang-Büchlein, darinnen allerhand schöne geistliche Gesänger zu finden : welche durch das gantze Jahr, an Sonn- und Feyr-Tagen, in den Kinderlehren, Processionen, Creutzgängen, und anderen Orthen sehr nutzlich zu gebrauchen von newem wider getruckt, verbessert, gemehret, und auff die Fürstliche St. Gallische Landschafft gerichtet
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48 In der H. Fasten-Zeit.

In Leibfarb will ich mich kleydcn/ HCrrdein Leib wird entblößt / die Nägel must dlkleyden/ ans Creuy malt dich hinfloßt: daranthut man dich heffcen / groß ist die Marter 'dein / all deine Glider und Kräfften / voll 'Peyn und Schmerlen seyn.

In Haarfarb will ich mich kleiden/kragen !

ein hären Kleyd / der HEn am Crem chltt ^leyden/ zll seinem Vaner schreyt: dem Sun- <

der thutvergcben/ er weißt nicht was er thut/gibihm das ewig Leben/durch meinen Todtund Blut.

In Blarr will ich mich kleiden / will scha- ^

wett den Himmel an / ob er das Leyd könnleyden / es kramet Sonn und Mond: derAnhang thutsichrrennen / die Felsen leydenNoht/ all Crearuren erkennen / deßSchöpf-fers bitteren Todt.

In Veilbraun will ich michkleyden / derHErr ins Grab wird glegt/nach seinem Todt»rnd Leyden/ wirdmitdem Stein bedeckt: derHeyland ist gestorben / uns Menschen all zugut/ das Heyl hat uns erworben/ sein Rosen-farbesBlut.

Marie»