Buch 
Catholisch Gesang-Büchlein, darinnen allerhand schöne geistliche Gesänger zu finden : welche durch das gantze Jahr, an Sonn- und Feyr-Tagen, in den Kinderlehren, Processionen, Creutzgängen, und anderen Orthen sehr nutzlich zu gebrauchen von newem wider getruckt, verbessert, gemehret, und auff die Fürstliche St. Gallische Landschafft gerichtet
Seite
149
JPEG-Download
 

Klag der armen Seelen. 14- gar / nicht umb ein Pfenning beyken.

;s. Ich ratt schön in die Läng / vnd weilman also streng/ werd ich gar eingeschlossen:Fern/Schwefel/ Hartz und Bech /weilichwar gar zu frech/ wird über mich abgössen.

;6. Man rechnet hie gar gnau/man führeanst strenge B'schau/ all unser Thun / undLassen: den gringstenHäller nit/darfür hilfstgar kein Bitt/ chueman allhie nachlassen.

;7. Die strenge Grechtigkeit/ die rechteStrengigkeit / an disem Orch thut wohnen:so längste etwassindt/ was schmeckt nach ei<ner Sünd/ so lang chuts nicht verschonen.

;8. Zllvor war es die Zeit/ der Gnad lindEckigkeit / sie ist jetz schon vergangen : seystrafst die Grechtigkeit / scharpffohn Barm-Herzigkeit/ kein Gnad laßt nicht erlangen.

Ach hätich jetz die Zeit/ die ich in Ey.telkeit/ so unnütz chee verzehren! achhäk ichnur ein Stund / leicht wölk ich mich jetzund /all diser Peyn erwehren.

40. Ein Tagist mir ein Jahr/ und nochvil langer zwar / ein Stund ist mir ein Mo-nat : wie wird es eim so bang/ wie wird eimZeit so lang/ der nur ein Tag hie wohnet.

G; 41.M