Dritter Gang. 6z
dich nit liebet, reiste ihn auß meinemLeib, das mein Hertz, und Sinn dichmein höchstes Gut hier im Leben, unddort in Ewigkeit gantzlich lieben möge.
Mein IEsu! was für ein tröst-reiches Stündlein hab ich gehabt,da ich in den HH. Stationen dein Liebegesehen, erkennet, und verkostet. O süsseLiebe,O trostvolle Liebe, O Hertzrauben-de Liebe! O wie Blind seynd wir Arm-seelige Menschen, daß wir was anders,als JEsum lieben; nit umsonst hat derGottliebende David gesungen: Äch ver-kost er / und sehet / dann der HErr iskwadrhassc süß / ja also süß, daß derH. Bernardus sagt: daß, obwohl IE-sus am Creutz in der höchsten TodtesBitterkeit gewesen, seye doch von ihmnichts als Süßigkeit, süsse Wort, Es-ser Trost , süsses Versprechen, süsseBitt, süsses heiligstes Blut ausgegan-gen. Ach IEsu! wie wäre doch mög-lich , daß ich hab können in der wahr-hafftig bitteren Sund- süssen Trost ver-D z ge-