Creutz<Weeg/XIV. 87^110^.
KATerben muß ich, das Gesatz istunveränderlich ; alles verlassenmuß ich, das ist der Befelch GOt-tes; es bleibt mir von allen Hausieren ,kein Ziegel; von allen Hoff-und Aecke-ren kein handbreit Land; von allemGeld, und Gut kein Häller in derHand; alles hab ich nur wie ein Lehen?Mann von GOLL empfangen: Wannder Tod komrnt, heißt es : Ab demHsvff mit dir, aus dem Speicher, vondem Geld; kanst auch von allem nichtsmitnehmen den unveränderlichen Rich-ter auf gnadigers Urtheil zu bringen.
O wie wird ich in dem Tod-Bett soArm ! daß die Meinige mir nichts alsalte zerlumpte Kleider anlegen werden.Als ein Bettler gekleidet muß ich in derEwigkeit erscheinen. O Welt wie armmachest du die Deinige! Ach wer sollsich dann so vil durch tausend Sorgenum zeitliche Güter sich bewerben ? Wiebesser ist die Seel mit Tugend, und gu-ten Wercken bereichen, welche dieselbeanständig vor GOtt zu erscheinen, zie-ren, und herrlich machen.