Fünfter Gang. 119
den ! Nun erkenne ich wie lang , undL wie ein boshaffter Uebelthatter ich ge-wesen; aber jetz muß und will ich auchseyn ein bereuter Buffer meiner Sund,^ ein Bekenner deiner Güte, und ein Lob-j redner deiner Liebe. Dancksagen kan? ich nit genug für ein einziges mir zu liebvergossenes Zaherlein; wie wird ichs kön-'' nen O IEsu für gantze Ausgüß deines^ kostbahrlichen Bluts? Ich hab nichtsij übriges dir für deine Liebe zu entgelten,/ als mein obwohl sündiges doch anjetzo^ bereutes , zerknirschtes, und durch^ dem Lieb entzündtes Hertz. Achnihme^ es in Gnaden an, so oft es bewegt wird,- so oft soll es dich über alles lieben , sooft soll es heissen: Es lebe IEsus, undMaria in Ewigkeit!
Jetz gehe ich von dir O IEsu doch. nit ohne Zäher, nit ohne Liebe, nit oh-ne Andacht, und Jnnbrunst. Erhalte'! mich in dem angefangnen Vorsatz, thei-
le mir mit deine Gnad, daß ich deinerund deines Leydens niemahl vergesse;! abjonderlich wann ich in Gefahr derSünd, so sprich mir allzeit in das Hertz,' und frage mich : Wie? wilft du mich§ 7 ein