_I« der Heiligen Weyhmcht - Zeit. V
Mir träum« / wie ern Engel kam / vudführe mich biß gen Bethlehem/ in Juden«land so ftrre: Groß Wunder. Ding icheuch hie sing/ höre zu ein neue Mähre.
In einem Stall gienz ich hinein/ darin»ein Ochs vnd Eselein/ihr Hew beym Kupp«lein äffen: Von edler Are/ein Iungfratvzare/kläglich bey ihnen fassen.
Ein Kindelcin nackend vnd bloß/lag inder edlen Jungfraw Schos / es leuchtet alsdie Sonnen: Sein Äuglein flössen immerzu/ wie lebendige Bronnen.
Diß Kindlein war der gwaltig Gott/ derHimel vnd Erd erschaffen hat/der alle Thierbekleydet: Der all's «hält/was in der Welt/kein Hülff ward ihm erzeiget.
Sein zarte Hand vnd Füsselcin/erzitterenvor grosser P/yn/die scharpffe Kält ihn bren-ne:: Sein Ang'sicht wandt er hin vnd her/ob ihn die Welt erkennet.
In arme schlechte Windelein /wandt dieJungftaw das Kindlcin ein/ that ihn insKripplein neigen: Diß war der Thron daSalomon/ sein Weißheic wole erzeigen.
Das Oechslein vnd das Eselrin/ erkandc«