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Anderer Discurs, und Christliches Bedencken von den Trüebseeligkeiten : auss den sehr vortrefflich- und geistreichen Schrifften Herrn Hieronymi Baptistae de la Nuza, &c. allen Betrangten zu Trost, wie auch zu Dienst der Meditanten und Predigeren göttliches Worts gezogen, geprediget, und in dise Form gebracht / durch F. Placidum Stoppelium Conventualen, und Pfarr-Herrn dess würdigen Gottshauses unser lieben Frauen bey St. Idden zu Fischingen, Notarium Apost.
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Das Zwey- und zwantzigiste Capitel.v Apoc. c. 2 wird gelesen / wie das Chri-(l stns Dem H.Johanni einsmals befohlen ha-ll bc/ daß er eurem Engel schreiben solle / rind>t ihn ermähnen / Büß zu thun. Schreibel- dem Engel der Kirchen zu Epheso. Das

spricht der HErr: Thue Büß. Es fallt) aber nie wol zu verstehn/ daß ein Engel sollek/ Büß khiin/ weilen / wann er gut ist/ solcher> nif bedarff/ ist er aber bös/ solche ihne nichtsk/ n>iyek / »imb sein Handel desperat unds verzweiflet ist; wäre meines Trachtens bes-i' ser zu verstehn gewesen / wann Johannesb' hakte schreiben sollen einem Sünder/ daß er' solle Büß thun / dann disem ist jene Gottesi' Gnad zu erlangen dienstlich unb vonnöchen.

I Entsteht dessentwegen die Frag/ was diß fl'irr ein Engel miiß gewesen ftyn ? lind ist dieu Antwort: Christus habe eine Menschen ver-- 1 standen / der in Tugenden lind Vollkom-

II menheiren also heilig »rnd groß ist/ daß err einem Engel gleicher/ als einem Menschen*' ! seye; solchem solle Johannes schreiben/kunde" und zu wiissen machen/ daß er Büß thue/st ! wölle er änderst GOtt gefallen / lieb und

tverch seyn. Das aber nit unrecht/ dann es

heißt/