II s.
Hoffnung.
1. Allerheiliqste Drenfaltigkeit!jch untreues Geschöpfs weiß,
wie unwürdig mich deiner Gnad, undBarmherzigkeit die unendliche Boßheitmeiner unzählbaren Sünden gemacht;schweiß aber auch, das du meiner See-len Heyl mehrers verlangest, und su-chest , als ich selbsten; wie auch dir diegröfte Ehr machest, des armseligstenSünders zu erbarmen: Derohalbenmein gantze Hoffnung auf dich GOttAllein setze, verg'wißt, daß ich in E-wigkeit nicht werde zu schänden gehen.
2. Dene-i so grossen Unbielden, mit wei-chen ich undanckbarister Sünder dichmeinen GOTT, und HErrn belepdirget, will ich niemahlen die allergröstehin zu setzen, und zweiflen an deinemaufrichtigen Willen, mir alle, und je-de Sünden vollkommen nachzulassen,stcure mich auf dein Heil. Wort, undVersprechen : So wahr ich lebe, ichwill nicht den Tod des Sünders, son-dern daß er sich bekehre, und lebe. z.
A 6 Das