Einblattdrucke.
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e) Ueberschr.: Vmb das leyden Cristi willen laß'dich nie ver-1driesen disen brieff zu lesen vmb das hail deiner seien. | Anfang:(O) Mensch wiltu selig werden. Im himel vnd auff erden. Hüt dichvo: (sic) den schaden | deiner seien. Vnd solt dich zu got demherrn keren. O junger mensch fleuch vnd meyd böse geselschafift,wan torechte weiber und spyles leib, (sic) Machent manichen | zuainem dieb. Vnd sust raub vnd mord. Das geschieht an manchemort etc. letzte Zeile: Semlich sünd vnd falschait, so das spil in ymtreyt, das da ist wider der seien seligkait. — Fol.goth. 2 Zeilen Uebet-schrift und 47 Zeilen Text, einseitig bedruckt undzivar mit beweglichenLettern, da Zeile 19 des Texts ein gestürzter Buchstabe (v) erscheintund die Typen, z. B. ein nach links überhängendes y, durchgängig,wenn auch in verschiedener Abnutzung, die gleiche Form zeigen. DasBlatt ist auf die letzte Seite (fol. 80) der Navicula poenitentice, Incu-nabel BB.90, aufgepappt. Hauptinhalt: Eine Warnung vor dem Spiel,in nicht abgesetzten Reimen.
f) Ein Blatt Querquart mit der Ueberschrift: Verbum bonumgetütst durch Sebastianum Brant. Anfang des Texts: (D)as wort auelond vns singen etc. Ende: der vns froid geb in sym rych. 8 ZeilenText unter je 4 Notenlinien, oder 6 vierzeilige Strophen mit der Reim-stellung: aaab. Gothische Schrift. (Sehr seltener Originaldruck, vonHoff mann Kirchenl. 3te Ausg. p. 307 und von Wakernagel K. L. N» 181nur aus Vehe’s G. B. Leipzig 1537 angeführt.)
g) Ein Folioblatt, mit weggeschnittenem linken Rand und abge-rissenen untersten Zeilen. Ueberschrift: Aue preclara Sebastiani Brant.Anfang des Texts :—e durchlüchte, stern des meres etc. 14 ZeilenText unter 4 Notenlinien, in der lOten Strophe abbrechend. Der Blatt-rand rechts ist mit eine* Zierleiste eingefasst. (Sehr seltenes Blatt«Gedruckt zu Tübingen» laut dem hier mangelnden Schluss. Hoff-mann, Gesch. d. deutschen Kirchenl. S. 285 kannte ein einziges Exem-plar, in Berlin, aus der Meusebach'sehen Sammlung.)
h) Ein Quartblatt mit schattirtem Holzschnitt in der Mitte, derdie von zwei Engeln gekrönte Maria mit dem Kinde darstellt, rings-herum Arabesken. Zu beiden Seiten neben dem Bilde deutscheGebete, die rechts mit den Worten anfangen: O du wirdige iungfrawdu port | der hymel etc., links durch einen Riss zur Hälfte weg-gefallen sind. — Kleine gothische Schrift aus dem Ende des XV.oder Anfang des XVI. Jhs. (Manuscr. 540 pag. 2.)