XXIV
Hohtafeldrucke.
stehend oder sitzend und lesend. In der Höhe über einem zwei Strahlen werfendenWolkenkranz erscheint Christus in halber Figur, neben ihm ein Engelsköpfchen. —II) 11 '/* C.-M. hoch, 8*/ a breit, in doppelter Einfassungslinie. Das Kreuz mit 3 Nägeln,der Dornenkrone und der Inschrift inrr, in der Mitte statt des Gekreuzigten ein von derLanze durchbohrtes Herz, darin das Jesuskind mit Ruthe und Geissei. Rechts undlinks oben zwei Hände, unten zwei Füsse, alle mit den Wundmalen. Reiberdruck indicken schwarzen Umrissen. (Auch in einem Weigel’schen Katalog.) — III) 12 C.-M.hoch und 8 breit. Ueberschrift: S. ciuox. (so!) Eine Jungfrau mit um den Hals gelegterStola wird vor dem Altar durch einen Heiligen von dem Teufel befreit, der ihr aus demMunde fährt, während zwei andere böse Geister in der Luft herumflattern. Hinter derJungfrau ein Königspaar und ein Page mit der Krone der Fürstentochter. Illasser Reiber-druck ohne Schattirung. (Kemli’s Beischrift über dem Kopf des Königs: Stipor rexI'ersarum muss ein Irrthum sein, da die Geschichte dieses Herrschers nichts Aehnlichesaufweist. Eher ist es König Pamelius in Grossarmenien und der von S. Uartholomäusan seiner Tochter vorgenommene Exorcismus, der auch in einem Gemälde von Notre-Dame in Paris vorkommt. (Siehe Müller und Mothes Arcliäol. W. H.). — IV) 9*/j C.-M.hoch und 7 1 /» breit. Vor dem blutüberströmten Christus, der seine Wundmale zeigt,kniet ein vom Pferde abgestiegener Reiter. Links ein gewundenes Schriftband in deut-scher Cursiv: Sis misericors omnipotens. Holzschnitt jüngern Ursprungs.
Nr. 34—39. Seite 26: Sechs Plättchen in Sedez; die beiden obern G‘/s C.-M.hoch und 5 */s breit in doppelter Linieneinfassung; das erste Jesu Darstellung im Tempel,4 Figuren; das zweite die Flucht nach Aegypten, 3 Figuren. Die vier untern Ililder,7V 2 C.-M. hoch und 5*/s breit, enthalten, das erste: Eine als Nonne oder Aebtissin ge-kleidete Heilige mit Broten auf dem rechten Arm, mit dem linken einem Krüppel imfreiem Felde ein solches reichend (also die h. Elisabeth von Thüringen); zweitens:Ein Pilger mit Stab und breitem Hut kniet vor einem flammenden Baum, aus dessenKrone ein Heiliger mit dem halben Leibe hervorragt (S. Bruno?); drittens: Jesus in derWüste vom Satan versucht, letzterer mit Horn und Klaue, in einen rothenTalar mit weisserKapuze gehüllt; und viertens: Eine Heilige in Ilalbfigur, die Zange in der Rechten, dasKohlenbecken in der Linken, mit der Inschrift: Agata in goth. Minuskeln. Alle sechsBlättchen sind in blassen Umrissen mit dem Reiber und Wasser- oder Leimfarbe gedrukt.
Nr. 40—43. Seite 27: Vier zusammengehörige Blättchen, 9*/i C.-M. hoch, 8 breit,in doppelter Einfassungslinie. I) Jesus von drei Kriegsknechten vor Pilatus geführt, derauf einem Thron mit Baldachin sitzt, einen Stab in der Linken trägt und in eine spitzeMütze oder Hut und einen kurzen Leibrock mit Schulterklappen gekleidet ist. Derhinterste Kriegsknecht führt eine Lanze, deren Fähnchen drei hebräische Buchstabenzeigt. — II) Dieselbe Darstellung wie Nr. 30, in gleicher Composition, nur etwas grösserund von anderer Hand. — III) Zwei Schergen treiben mit langen Stangen die Dornen-krone in das Haupt Christi, der in der Mitte einer Halle sitzt. — IV) Jesus von dreiKriegsknechten vor Pilatus geführt, dem ein Diener Wasser auf die Hände giesst. —Alle vier Bilder sind Reiberdrucke in ziemlich schwarzen, unschattirten Umrissen.