Typographische Werke mi/ IIolzschni/iverzieriMgen.
XXXXVII
Initialen mit Kindergestalten. Am Ende das grosse vorzüglich geschnittene Signetdes Th. Anshelm.
1188. (Plinius medicus.) Titelhzschn., halbblattgross: Der Arzt greift demKranken den Puls und deutet auf ein Uringlas, das ein Anwesender emporhält; zweiandere Männer am llettende. Auf dem Fussboden zwei Hunde. — Viele verzierte Ini-tialen kleinern Umfangs.
1192. (Poeniteas cito, 3 Exx.) Titelhzschn. wie in Nr. 32.
1201. (Prasberg.) Titelhzschn. (zur Hälfte abgerissen): Ein Lehrer zeigt auf dasan die Wand geheftete Notenblatt. Das Baslerwappen am Ende.
1202. (Praecordiale sacerdotum.) Titelrüks.: Maria in der Glorie, halbe Figur.
1212. (Psalterium.) Grosse geschnittene Initialen mit Historien ausgefüllt.
1218. (Ptolemäus Geographie, Ulm 1486.) 31 illumin. Landkarten des Orbisantiquus: 1 Weltkarte, 13 von Europa, 13 von Asien, 4 von Afrika, jede ein Doppel-folioblatt; verfertigt, laut Ueberschrift der ersten, von J. Schnitzer von Armssheim. Ver-zierte Initialen, die grossem mit Figuren, die grösste fol. 43: Verfasser und Papst. Alleskolorirt. Am Ende das Zeichen des Druckers (J. Reger): Ein Reiher.
1219. (Ptolemäus, Straßb. Schott 1513.) 44 in Holz geschnittene Landkartenzur alten und neuen Geographie: 1 Weltkarte, 10 von Europa, 12 von Asien, 4 vonAfrika, 1 (die 28ste) «Tabula terre nove», nämlich Westindien und Umgebung. Vonden übrigen, nicht bezifferten «Tabula; modernae» fehlen 2 im Exemplar. Die 41ste isteine Spezialkarte der Schweiz und angrenzenden Landschaften; die 44ste, Lothringen,(mit 19 Wappen am Rand) die älteste Karte dieses Landes und der früheste geogra-phische Farbendruck (mit drei Formen: Grün für Berge und Wälder, Roth für diegrossem Orte und ihre Namen, Schwarz für die kleinern). Im Text des Ptolemäus f. 9und 10 einige astronom. Figuren und f. 54 ein ganzes Blatt: «Sphera in plano.» (Vgl.Heller Gesell, d. II.-K. pag. 69.)
1220. (Pylades.) Fol 2* eine Randverzierung, weiss auf schwarz, im Renaissance-styl: Blumenvasen u. dgl. und im untern Rand zwei Löwen.
1221 a . (Quadragesimale.) 16 nicht uninteressante Ilzschnn. in Blattgrösse zurGeschichte des verlornen'Sohns, vom Miniator etwas angemalt. Signet von M. Furterin Basel.
1221b. (Quadruvium eccleske.) Titelhzschn.: Kaiser, Papst, Bischof und Curat;wiederholt f. 5. Das kaiserl. Wappen fol. 7. Noch 13 l / 3 Bl. grosse Hzschnn. f. 8, 10,11, 14, 21, 27, 37, 38 (bis) 39, 44, 52 (eiirDoppelbild) und 53. Viele verzierte Initialen.
1223. (Rabanus de cruce.) Zwei fast blattgr. Hzschnn. pag. 10 und 12: Geist-liche zu den Füssen des Papsts; ausserdem eine männliche Figur im Umriss fünfmal,p. 14, 22, 36, 80 und 134. Die Hzschnn. ähneln denen im Laienspiegel, Augsb., Othmar1512, wie Rud. Weigel bemerkt, der übrigens nicht entscheiden will, welchem Künstlersie angehören mögen.
1226. (Reinigung Seel und Leibs.) Drei altkolor. Hzschnn. in der zweiten Abth.von der bessern Art: Der h. Geist als Taube von einem betenden Paare verehrt; dieschmerzensreiche Mutter; und St. Michael als Seelenwäger. — Verzierte Initialen.
1227. (Biblia aurea.) Viele netzförmige Initialen in zierlichen Umrissen.
1229. (Rationarium Evangelistarum.) 13 schattirte Hzschnn. in Blattgrösse
(kl. 4°) von abenteuerlicher Composition, Nachbildungen der xylograph. Ars memo-randi. Signet von Th. Anshelm.