6Z Die 5. Betrachtung.
diserWelt. Ich bitte dich mein Heylanddurch den Abgrund deiner Demühtigungt ,daß du in mir den Geist deß Neids und 'der Hoffart / die in mir herrschen / austil-gest. Grbe mir ein wahre Demuht/und !rerne Liebe / daß ich mich erfreüwe ab der ^Erhöhung meines Nachstens/und ich für «die gröste Chr habe/ wann ich von detnet- k.willen werd verachtet werden/seitenmahl > ^du so offt bezeuget hast/ daß der sich erhö- ^he/ werde gedemühtiget werden / und der .sich erniedrige / werde erhöhet werden. !Htnfüran wirst du der einige König mei- !
ms Hertzens seyn. Ich will mich auch Ehinfüran nimmermehr under den Dienst > ;deß Sathans begeben/der als ein Räuber ! 'uns den Hirne! abtringt; der als ein Auf- ? ^rührer unseren Frieden zerstöhrt/und alSein Mörder unsere Seelen erwürgt.
Bedungen und Lehrstück.
f^Eüt und allezeit erwähle so vtl drrmög^-r lich/das leiste -Orrh.
Bitte Gott für die/ welche höher stehenals du/und trage darum kernen Neyd aufsie.