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Franz Kemeny.
nimmt, so dafs sich jährlich eine stattliche Zahl von ihnen sogardem Lehrberufe widmet.
Tunis, dessen zierliche Minerete, Bazare voll reicherStickereien und kostbarer Waffen sich in der Nachbarschafterheben, besitzt ebenfalls zwei Gattungen von Schulen nachfranzösischen Vorbildern. Photographien veranschaulichen eineöde Stube ohne Bänke, Tische und Tafeln spärlich und un-ordentlich mit Schreibzeug, Rohrfedern, losen Blättern und Ge-fäfsen zum Abwaschen der beschriebenen Tafeln ausgestattet —dies ist die Schule für die Eingeborenen. In der »DjamaZitouna« befindet sich eine höhere Volksschule, wo jederLehrer von einer zahlreichen Schülergruppe umringt erscheint;eine andere durch die „Alliance Israelite Universelle“ gegründeteGesellschaft zählt 1099 Schüler.
Während die geistige Bewegung Persiens nur durcheinige Bücher und Manuskripte, also im eigentlichen Sinne kaumvertreten ist, bietet die reichbeschickte Ausstellung Egyptenshinlänglich Entschädigung. Die photographisch dargestellteLehrerpräparandie in Kairo hat 3 Jahrgänge, denen ein vier-klassiger Vorbereitungskurs vorangeht, welchen 12- bis 19jährigeSchüler besuchen. Der Einflufs europäischer Kultur ist aus denaufliegenden Heften ersichtlich, welche Arbeiten über den Koran,über die arabische Sprache, französische Abhandlungen überKosmographie etc. enthalten.
Einer gewaltigen Verlockung nach Zerstreuungen ist manin der durch Pracht, Geschmack und den Glanz orientalischerEigentümlichkeit hervortretenden, in jeder Beziehung bemerkens-werten und überraschenden Ausstellung Japans ausgesetzt,dessen verständige Bewohner es nicht verschmähen, das Guteden übrigen Nationen dort abzugucken, wo es sich eben findet.Die mächtige Reform auf dem Gebiete japanischen Staats- undSchulwesens datiert seit 1867. Der erste Kindergarten wurdevom Unterrichtsminister i. J. 1876 in Tokyo errichtet, welchemBeispiele alsbald zahlreiche Fu (Städte erster Ordnung) undKen (Kantone) folgten. Die Anzahl der öffentlichen Volks-schulen beträgt 25,330, der privaten 585; von 6,740,929 schul-pflichtigen Kindern besuchen 3, 033,116 regelmäfsig die Schule.Unterrichtsgegenstände sind in der gewöhnlichen Volksschule:Sittenlehre, Lesen, Schreiben, Übungen genannt »exercicesjaponais«, Rechnen und Turnen; in der höheren Volksschuleaufserdem: Geographie, Geschichte, Physik, Zeichnen undSingen; in den Mädchenschulen auch Handarbeiten. Die Unter-richtsabteilung beginnt mit einem »salle d’asile«, worin manverschiedene Spiele, ferner Störche, Elefanten, Krokodile undPapageien aus Papier, Thon und Holz, dann Albume, Kassetten,Zeichnungen, Geduldspiele, mit rotem Tuch überzogene Schul-