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dem praktischen Leben, der Schule, übergeben werdenkann.“ Solche gegenteiligen Ansichten rechtfertigen zummindesten, dass man Zweifel hegen darf; und bei genauererPrüfung werden wir sehen, dass selbst wissenschaftlicheBeweise Irrtümer enthalten können, die in falsche Bahnenlenken.
In die Lehrerwelt brachte die Frage, ob Steil- oderSchrägschrift, ebenfalls eine Spaltung, und dieselbe reichtbis in unsere Tage. Sie kam auch in der Berliner Be-sprechung zum Ausdruck. Die Gegner weisen darauf hin,dass die Steilschrift ein Schnellschreiben nicht zulässt, ohneaber den wahren Grund angeben zu können, und dass dieFormen derselben geradezu hässlich im Vergleich zu denSchrägschriftformen zu nennen sind. Diese Nachteile nehmendie Anhänger derselben jedoch mit in Kauf, da ja eine günstigeEinwirkung auf die Körperhaltung nicht zu leugnen ist.
Gegen die Steilschrift spricht auch noch der Umstand,dass das praktische Leben sich mit diesen Schreibformenwohl kaum je befreunden wird. Die Komtoire der Kauf-leute und die Bureaux der Beamten blieben ihr bisher wohlgänzlich verschlossen. Dazu kommt, dass gute Körper-haltung nicht vollkommen gewährleistet ist. Es ist daherjetzt ein Abflauen der Begeisterung für Steilschrift allgemeinzu konstatieren. Neue Beiträge zur Verteidigung derselbensind unseres Wissens in letzter Zeit nicht beigebracht worden,und die alten Vertreter wagen sich kaum mehr an dieÖffentlichkeit. Die Gefahr für die Verdrängung der Schräg-schrift ist vorüber.
So sind wir denn auch auf dem zweiten Wege zurVerhinderung der körperlichen Gebrechen auf ein totesGeleise geraten.