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Bei der Ruhehaltung giebt es nun aber jene abnormenKörperverdrehungen gar nicht, die man durch besondereBankkonstruktionen verhindern will; sondern sie treten nurbeim Schreibakt in Erscheinung. Daher wird man denWert aller Massnahmen in der Konstruktion hauptsächlichan der Haltung beim Schreiben bemessen können.
Keine Bank hat bisher die Körperverkrümmung ver-hindert, und wir fügen hinzu, wird sie jemals verhindernkönnen. Diese Aufgabe kann eine noch so künstlichkonstruirte Schulbank nicht lösen, es sei denn, dass sieaus dem Rahmen einer Schulbank heraustrete und zumSchraubstock werde. Der Anfang dazu ist bereits gemacht.Man sehe sich nur die neuen Minusdistance-Bänke einmalmit ungetrübten Augen an, und man wird sich dieses Ein-drucks nicht erwehren können.
Richten wir unser Augenmerk einmal auf das Allheil-mittel, die Minusdistance.
Neuerdings sucht man den Ausdruck „Distance“ beson-ders in Berliner Kreisen zu meiden. Man redet vom richtigenLehnenabstand. Beide Ausdrücke lassen die Sache nurvon verschiedenen Seiten anschauen und sind daher beideberechtigt. Zieht man nur das Verhältnis von Bank undTischkante in Betracht, so ist „Distance“ wohl am Platze.Unzweifelhaft hat man zuerst nur durch Minusdistance diegestellte Aufgabe zu lösen versucht. Man zog die Lehnenoch nicht zur Hilfe herbei. Erst als man erkannte, dassmit Minusdistance dem Uebel noch nicht begegnet sei, viel-mehr der krumme Rücken immer wieder zum Vorscheinkam, war man bestrebt, durch Näherrücken der Lehne dasWölben des. Körpers zu verhindern. Jetzt wuchs die Be-deutung der Lehne, und sie scheint heute eine grosse Rolle