Die St. Elisabethkirche.
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steht hier über dem Eingang im Tympanon, umgeben von Wein- undNvsenstöcken, sowie allegorischen Engel-, Menschen- und Tierfiguren.
Treten wir ein, so erregt die hohe lichte Weite des dreischiffigenLanghauses, mit den zehn hohen schlanken Säulen und den äußerst edelgeformten Gewölben, unsere Bewunderung. An zwei Schlußsteinen desHauptgewölbes erblicken wir die h. Elisabeth in der Gemeinschaft derSeligen. Ihr Bild tritt uns auch auf dem Freskogemälde des mittelstenPfeilers der Nordseite, neben der Statue der Jungfrau Maria, entgegen,auf deren anderer Seite die h. Katharina von Alexandrien dargestellt ist.
Den Abschluß des Hauptschiffes im Osten bildet der, unmittelbarhinter dem h. Krenzaltare, errichtete Lettner, eine durch offene Fenster-blenden durchbrochene steinerne Wand, welche mit vielen hochstrebenden
Fialen, in der Mitte aber mit einem prachtvoll aus Holz geschnitztenhohen Spitzbogen gekrönt ist, der ein großes Kruzifix, sowie die Statuender Maria und des Johannes trägt. Die zahlreichen Statuen und alle-gorischen Figuren stellen den Herrn, umgeben von der triumphierendenGemeinde der Heiligen, sowie das Reich Gottes im Gegensatze zum Reicheder Welt dar.
Der nördliche Kreuzarm der Kirche enthält das Grab der h. Eli-sabeth, über welchem ein Mausoleum in der Gestalt eines sogenanntenCiborienaltares errichtet ist. An der vorderen Breitseite der Tumba be-findet sich eine Neliefdarstellung der Auferweckung der h. Elisabeth durchChristus, während ein Freskobild auf der schmalen Rückwand im Innerendes Mausoleums die Beerdigung der Heiligen darstellt. Rechts danebenstehen zwei Altäre. Der nächste ist der h. Katharina, der von Elisabethvorzugsweise verehrten Heiligen, geweiht. Der Altarschrein enthält eine