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Die Methodik des neusprachlichen Unterrichts : ein geschichtlicher Überblick in vier Vorträgen / von Wilhelm Viëtor
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DRITTER VORTRAG: DIE MODERNE REFORM.

derReform, wie sie sich unter den geschilderten Ver-hältnissen gestaltet. Wertvolle Beigaben bilden reichlicheProben von Schülerarbeiten und Berichte von englischenKollegen, die dem Unterricht beigewohnt haben.

Auf den Anteil des Auslandes an dieser Bewegungkann ich im Rahmen dieser Vorträge nicht eigentlich ein-gehen. Nennen wenigstens will ich H. Sweets weiter aus-holende, bedeutsame Schrift On the Practical Study ofLanguage (1884), jetzt zu einem stattlichen Bande er-weitert unter dem Titel The Practical Study of Language s(1899), wozu 0. Jespersens soeben erschienene Sprogunder-vismng (1901) das Gegenstück bildet; K. Breul, TheTeaching of Modern Foreign Languages in our(d. h. den englischen) Secondary Schools (1898; doch istBreul bekanntlich ein Deutscher); Paul Passy, La Methodedirecte (1899), und W. Rippmanns direkt für die Praxisberechnete Flints for Teaching French bezw. German(1898). Über die Bestrebungen und Erfolge der deutschenReform hat Miss Mary Brebner, M. A., 1898 einen höchstanerkennenden Bericht erstattet ( The Method of TeachingModern Languages in Germany), der allein zur Wider-legung des öfters geäufserten Vorurteils genügt, dafs sichdie deutschen Reformer für die Bewährung ihrer Methodenur auf ihr eigenes Zeugnis berufen könnten.

Auch an der Produktion von Hülfsmitteln im Sinne derReform für die Hand der Lehrer und der Schüler hat esnicht gefehlt.

Die neue lautliche Schulung im Unterricht verlangteDarstellungen der Phonetik, wie sie nach H. Sweets Vorgang(Handbook of Phonetics, 1877) hierzulande M. Trautmann(Die Sprachlaute im allgemeinen und die Laute desEnglischen, Französischen undDeutschen im besondern,18841886) und ich (. Elemente der Phonetik desDeutschen, Englischen und Französischen , 1884) fürdie drei modernen Schulsprachen versucht haben, worauf