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deren Komment hatten und nur ,losgingen'', wenngleichsam als ,Bandage' das Gitter zwischen ihnen lag,beknurrten einander leise. Im nächsten Augenblick aber,wenn mein Hund am gewohnten Gartenpförtchen ange-langt war, bellte er in herausforderndster Weise hinein,den Gegner dort suchend, der doch nur wenige Schrittehinter ihm stand und mit dem er soeben sich nach Hundeartausgesprochen hatte. Vergeßlichkeit kann das nicht sein,da mein Hund im Gegenteil sonst in vielen Dingen eingutes Gedächtnis beweist. Es ist das ihn vom Menschenunterscheidende intellektuelle Unvermögen, sich die indi-viduelle Einmaligkeit eines bestimmten Wesens — Menschoder Tier — vorzustellen."
Diese Ansicht ist entschieden irrig. Wenn ein Hundzunächst seinen Feind anbellt und später das Haus, indem er wohnt, so beweist das für die Behauptung unseresGelehrten absolut nichts. Denn der Hund kann genau wieein Knabe handeln, der seinen Feind unterwegs antrifftund ihn gehörig ausschilt, später aber beim Vorüber-gehen an der Wohnung des Gegners noch durch eine„symbolische" Handlung seine Verachtung ausdrückt, indemer einen Stein oder dergleichen gegen das Haus schleudert.Dem Hunde steht für beide Ausdrucksarten des Mißfallensnur sein Bellen zur Verfügung, deshalb bellt er in beidenFällen. — Daß der Hund erst seinen Herrn am Wasch-tisch beriecht und dann dessen leeres Bett, kommt daher,daß für eine Hundenase alle Gegenstände, die der Herrunmittelbar am Leibe getragen hat, besonders angenehmduften müssen, denn er riecht sehr häufig daran. KeinGegenstand ist aber in dem Grade mit der Ausdünstungeines Menschen imprägniert, wie gerade ein soeben ver-lassenes Bett.
Wäre die Meinung des Schweizer Gelehrten zu-treffend, so könnte folgendes passieren. Der Hund er-hält einen Knochen, der ihm sehr gut schmeckt. Da er an-geblich kein Bewußtsein davon hat, daß ein einzelnerKnochen nur einmal existiert, so sucht er überall herum,ob dieser verschlungene Leckerbissen nicht noch einmalexistiert. — Ausschlaggebend ist noch folgende Erwägung:Niemals hätte der Hund als Fleischer-, Schäfer-, Jagd-hund usw. Verwendung finden können oder als Begleiterseines Herrn, wenn er unterwegs plötzlich nicht nur Rinderund Schafe, sondern auch seinen Herrn im Stiche gelassen