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aber entfernt von diesem Platz und bat das Auditorium,die Fragen selbst zu stellen. Er begann die Rechenstunde:„Wie alt ist der Justizrat H., der am 15. 3. 1826 ge-boren ist?" Robbin nahm eine 3, dann eine 6 aus derZahlenreihe und sah sich vergnügt um. „Aber wieviel Jahre,Monate und Tage ist er heute?" Ohne Fehler wurde auchdiese und jede andere Aufgabe gelöst; er zog zusammen,zog ab, wußte mit dem Emmaleins Bescheid und auch mitBruchrechnungen. Als man ihm eine Falle stellen wollte,„wie alt ist Frau L., sie ist 1900 geboren?", sah er sichwie spöttisch um und überreichte dem Frager eine Null.Kurze Pause. Es folgte das Buchstabenspiel in ähnlicherWeise. Er setzte Worte zusammen, beantwortete Fragenmit Hilfe der Buchstabenkarten und schien selbst Freudedaran zu haben. Als er das Wort Coronowo, den Namendes Ortes an der Brahe, wo diese Vorstellung stattfand, zu-sammensetzen sollte, stutzte er einen Augenblick. Dann half ersich und nahm erst das eine, dann das andere O und legte esauf die dritte und vierte Stelle. „Wer von den Anwesendenmöchte mit Robbin eine Partie Whist oder 66 spielen?"Nach etwas Zögern entschlossen sich drei gewiegte Whist-spieler, die allabendlich zusammen spielten, zu dem un-gewöhnlichen Partner. Es sah sehr komisch aus, die etwasverlegen dreinschauenden Herrn mit den Karten in derHand und Robbin mit den seinigen, die er sinnend be-trachtete, vor sich auf dem Tisch zu beobachten. Sie wurdenganz heiß bei dem Spiel und Robbin gewann. Das konntedas würdige Stadtoberhaupt lange nicht verwinden. Nie-mand von den Zuschauern konnte irgend eine Beein-flussung des Hundes durch seinen Herrn bemerken. Peitscheund Leine waren nicht vorhanden; im Tonfall der Stimmekonnte sie nicht liegen, denn der Besitzer überließ dasFragestellen den Gästen; durch das Auge konnte Robbinauch nicht gelenkt werden, denn er drehte seinem Herrnfast dauernd den Rücken. Wie vor einem Rätsel saßenwir da, und wie ein ungelöstes Problem steht jener Abendnoch oft vor meinem geistigen Auge. Musikalisch warRobbin nicht und auch nicht musikliebend. Ein Wutgeheulstieß er vielmehr aus, sobald ein Ton auf dem Klavierangeschlagen wurde, gerade so, als hätte er Wilhelm BuschsKlavierlied, wie es uns „zuguterletzt" von dem Tier- undNaturfreund, so recht in alter, köstlicher Weise gebotenwird, gekannt.