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Das rechnende Pferd : ein Gutachten über den "Klugen Hans" auf Grund eigener Beobachtungen / von Th. Zell
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könnte sich vor ihm retten? In jedem Falle wäre daszoische Gleichgewicht gestört.

Deshalb istes auch ein Nonsens, von voll-kommenen Raubtieren oder überhaupt vonvollkommenen Tieren zu reden. Solche exi->stieren nur in der Phantasie.

Wenden wir das gewonnene Resultat auf die wildenEinhufer an, so kann also davon keine Rede sein, daß ihreSinne so scharf und ihre Kraft oder Schnelligkeit so großseien, daß kein Feind ihnen etwas anhaben könnte. Dennsonst gäbe es soviel Einhufer, daß sie aus Nahrungsmangelverhungern müßten. Das stände also mit dem Gleich-gewicht in der Tierwelt in Widerspruch. Eine Schwächez. B. das schwache Gesicht der Einhufer ist also vomhöheren Standpunkte aus eine Naturnotwendigkeit ebensowie die, daß der Löwe nicht klettern oder gar fliegenkann. Hier wären wir auf den Punkt angelangt, wo wirdie Sehschärfe der Pferde näher erörtern wollen.

Die Sehschärfe des Pferdes.

Gerade weil ein so berühmter Zoologe wie ProfessorMoebius in dem vorhin zitierten Artikel erklärt, daß derHengst Hans die Eigenschaft besitzt, sehr scharf zuehen, bin ich im Interesse der in meinem Buche ver-ochtenen Theorie verpflichtet, hierauf einzugehen. Denn>a nach meinen Behauptungen das Pferd zu den Ge-chöpfen mit guter Nase, aber schwachen Augen gehört, sowäre meine ganze Theorie über den Haufen geworfen,wenn Professor Moebius im Rechte wäre, zumal ihm Gene-ralmajor Zobel zustimmt.

Ich habe vorhin angegeben, daß m. E. das Verhältniszwischen Nase und Auge etwa wie beim Hunde sei, also50 Sehschärfe und 130 Riechschärfe.

- Nun wäre es ja nicht unmöglich, daß es auch Pferde-rassen gibt, die wie die Wind- und Schäferhunde eineAusnahmestellung einnehmen. Allerdings müßte man sichfragen, warum eine solche Ausbildung der Augen aufKosten der Nase hätte stattfinden sollen. Bei den Wind-hunden ist diese Frage ja leicht beantwortet. Wölfe und