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Expose über die Organisation des gewerblichen Unterrichtes.
Aufstellung von Kostenanschlägen zu gege-benen oder von den Schülern seihst an-gefertigten Rissen (s. 6 Entwurfszeichnen).2 Stunden wöchentlich.
5. Beschichte der Baukunst. 2 Stundenwöchentlich in beiden Semestern.
Mit möglichst wenig Raisonnement nurThatsächliches gehend und sich demUnterrichte in der Geschichte (2) zurErgänzung anschliessen. Genaueres Ein-gehen auf die Baukunst der Antike undder Renaissance; während die Geschichteder übrigen Style in gedrängtester Kürzenur so viel berücksichtigt wird, als esdie Herstellung des historischen Zusam-hanges erfordert.
6. Eiitwiirfzeichneil. 15 Stunden Wöchentlichin beiden Semestern.
Übung im Entwerfen von Wohnhäusern,gewerblichen und landwirtschaftlichenBauten nach gegebenem Programme.
7. Freihandzeichnen. G stunden wöchentlichin beiden Semestern.
Ornamentzeichnen nach der Plastik. Detail-ausführungen der im Entwurfzeichnen(6) verwendeten Ornamente.
Im Sommersemester: Gärberei undLeimsiederei. Technik der Fette undfetten Öle; Kohlenwasserstoffe und Harze :Seifensiederei, Paraffingewinnung. —Fabrication von Stärke, Dextrin, Trau-benzucker , Zuckersiederei. Gährungs-chemie: Weinbereitung, Bierbrauerei,
Branntweinbrennerei, Essigfabrication.Technologie der Nahrungsstoffe. Fäulnissund Conservirungsmethoden.
Der Unterricht wird durch Besuche vonFabriken, Werkstätten und industriellenEtablissements möglichst vervollständigtund anschaulich gemacht.
Die im Kronlande am meisten be-triebenen Gewerbe finden eineeingehendere Behandlung, alsdie übrigen.
5. Practische Übungen im chemischenLaboratorium. 32 Stunden wöchentlichin beiden Semestern.
6. Maschinenkunde. 3 Stunden wöchentlichim Winter-, 4 Stunden im Sommersemester.Beschreibend und erklärend. Motoren, Ver-wendung der Wasserkraft. Bestimmungder Grösse derselben.
Verticale und horizontale Wasserräder,W a3sersäulmaschinen.
Verwendung der Dampfkraft. Dampferzeu-gung. Dampfmaschinen.
7. Baueonstructionszeichnen. 3 stunden
wöchentlich in beiden Semestern.
2) Facultative Fächer.
1. Steinschnitt. Inr Wintersemester wöchentlich 3 Stunden.
Tlieilnahme gestattet den Schülern der Bauabtheilung im II. und III. Jahrescurs.
2. Modelliren in Thon, Gyps, Holz und Stein, wöchentlich 3 Stunden.
3. Oomjrtoirwissenschafteil. Wöchentlich 2 Stunden.
Buchhaltung und Comptoirarbeiten, Handelscorrespondenz, Wechselrecht.
Anmerkung. Die Gesammtzahl der wöchentlichen Unterrichsstunden beläuft sich an derhautechnischen Abtheilung in allen 3 Jahrescursen auf 39; an der chemisch-technischenAbtheilung dagegen beträgt diese Zahl im ersten Jahre 39, im zweiten und dritten49 Stunden. Im zweiten Jahre beginnen nämlich die practischen Übungen im chemischenLaboratorium, welche ein bedeutenderes Ausmass an Zeit, aber eine geringere Concentra-tion des Geistes in Anspruch nehmen.