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Was fehlt uns? — Daß es fehlt überall unten undoben und in der Mitte der Gesellschaft, wer mag daranzweifeln? Wer sieht nicht mit Grauen die zunehmendeFinsterniß, die, unerachtet aller Aufklärung, ihren dich-ten Schliier um uns webt? Wer lauscht nicht bang denWogen des Unglaubens, die sich thürmen? Wer siehtsie und hört sie nicht brüllen, die schäumende Bran-dung? Wer fühlt nicht die Wellen des Pauperismussteigen und steigen, wie eine Alles verschlingende Muth?Wer fühlt den Boden nicht zittern, von unterirdischemFeuer bewegt, das gewaltsam einen Ausbruch sucht?Wer hat, bei solchen Zeichen der Zeit, nicht schon zagendgefragt: Was fehlt uns? — Es ist dunkel geworden.Die Menschen leugnen das Licht weg vom Himmel undzünden die eigenen Vcrstandcsirrlichter an. Die Gesell-schaft löst sich auf. Viele Herzen sind kalt geworden imtäglichen Verkehr. Sie haben ihre Nahrung nicht mehr ,von der ewigen Liebe, sondern sie verzehren sich selbst.Der Geist Gottes weht nicht mehr in den Gemüthern;deßwegen ist's so bang, so schwül, wie vor einem schwe-ren Wetter. Da fehlt's. Die Welt hat-keinen Balsamfür solche Wunden; dieser muß von Oben kommen.Der Herr, der Heilige muß wieder heilen, verbindenund stärken; dann wird's anders. Das gegenwärtigeGeschlecht wird trotz aller Mühe und Arbeit seinen Weggehen. Aber Am uns stehen unsere Kindlein, gleich einemfrisch bereiteten Acker und darauf muß der Glaube, dieGottesfurcht gesäet werden. Deßhalb muß in der reli-giösen Entwickelung aller andere Unterricht gipfeln.Dies ist der Gewölbschlüssel, der alles Andere verbindenmuß, sonst fallen die Mauern auseinander. Doch, liebeSeele, hier, nur hier, nicht oberflächlich. Man faßt denGlauben nicht mit dem Gehirn, sondern das ganze gei-stige Sein, Geist, Seele und Herz müssen neu werdenund da gilt's mit tiefem Ernst, mit treuem Gebet Handanlegen, daß die Kinder, die uns anvertraut sind, Got-