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bleiben. Er wird an Achtung gegenüber dem Publicnm gewinnen,bei den an bessere Formen gewöhnten Kindern keinen Anstoß erregen,sein Wirken wird nach allen Richtungen wesentlich erleichtert.
Die Jugend besitzt ein scharfes Auge, und gerade die äußernMangel an ihrem Lehrer erspäht sie mit scharfem Blicke. Einordentlicher Anzug, peinliche Reinlichkeit, Überwachung der Gestenund Bewegungen sind unentbehrliche Erfordernisse für einen Lehrer.
Alles Auffällige, zu dem alle üblen Angewöhnungen gehören,muss vermieden werden; denn es bildet den Anlass zum Spott undWitz der Schüler und mittelbar ist es auch eine Quelle der Ruhe-störung und Zerstreuung.
Der größere Theil der Menschen urtheilt nach der äußern Er-scheinung; sich über diesen Umstand hinwegsetzen oder gar ihmherausfordernd zu begegnen, ist thöricht, weil der Herausforderndestets den Kürzern zieht.
Es wird Niemand nach dem Gesagten schließen, als ob ich dieGeckerei obenan stelle, o nein! Denn auch die Geckerei ist auffälligund macht lächerlich. Es muss hier das rechte Maß eingehaltenwerden zwischen er-nischem Sichgeheulassen und abgeschmackter, einemleeren Kopfe und schalen Geiste entspringender Ziererei.
Es ist gewiss ein falsches, grundfalsches Vorurtheil von einemgeputzten, eleganten Äußern schon auf geistige Gehaltlosigkeit zuschließen. Häufig ist bei dieser Erscheinung kein anderer Schlussberechtigt, als dass ein solcher Mensch von Jugend auf gewöhntwurde an eine sorgfältige äußere Pflege seiner Erscheinung, undgewiss nicht zu seinem Nachtheile; denn wie gesagt „I'abiw ta itwonaao". Kommt dazu noch ein gebildeter Geist, ein aufgeklärterKopf, ein feines Gefühl, dann ist der Mann vollkommen.
Lernet von den Frauen, wie viel sie auf äußern Anstand halten,fraget sie, welche Erfolge sie ihm verdanken und ihr werdet, wennauch für andere Zwecke, ihrem Vorgänge und Vorbilde folgen.
Der Lehrer soll uneigennützig sein.
Der Lehrer soll kein Sclave der Habsucht sein. Die Gelegen-heiten, die zu ihrer Befriedigung verlocken, sind sehr zahlreich: siewerden natürlich um so zahlreicher, als der Lehrer bereits Beweiseseiner Zugänglichkeit gegeben und sich der Ruf verbreitet, dass man,