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cher nicht bloß allgemein Pädagogisches und Didaktisches, sondernauch die Grundsätze und die Behandlung der einzelnen Unterrichts-fächer speciell erörtert.' Daneben wird der III. (jüngste) Kursusim mündlichen Erzählen und im entwickelnden Abfragen leichtererStoffe geübt. Mit dem II. Cursus werden die innere und äußereEinrichtung der Seminarschule und die Unterrichtsfächer derselbenbesprochen und durch Lehrproben gezeigt, wie letztere in den einzel-nen Klassen zu behandeln sind. Zugleich hospitiren die Semina-risten dieses Cursus in einigen Wochenstunden in der Seminarschuleund machen sich mit dem Unterricht und den Schülern bekannt.So vorbereitet beginnen sie nun im dritten Jahr ihre Thätigkeitin der Seminarschule.
„Im laufenden Jahr sind hier und in Eßlingen je 12 Semina-risten des I. Cursus, die in die Lehrpraxis eingeführt werden.(Pom nächsten Jahre an werden es regelmäßig je 25 sein.) Dawir nun 3 Schulklassen haben, so wurden jeder Klasse der Semi-narschule 4 Seminaristen zugetheilt. Demgemäß wurde auch injeder Klasse der Unterricht in 4 Hauptgruppen gegliedert:
1) Religionsfäch er und Singen;
2) Realien (Anschauungsunterricht);
3) Sprachliches;
4) Rechnen und Schönschreiben (in der Oberklasse auchZ eichnen).
„Jeder Seminarist hat eine Unterrichtsgruppe zu übernehmen.Er unterrichtet in der ihm zugetheilten Gruppe und in seiner Klasseein Tertial, so daß er ein vollständiges Bild des Unterrichts er-halten kann. Nach Abfluß eines Tertials kommt jeder Lehrsemina-rist in eine andere Klasse und hat in derselben auch ein anderesUnterrichtsfach zu geben. Da nun der Unterricht im Rechnen sichnach Altersklassen theilt, so muß in jeder Klasse einer der Semi-risten der Gehilfe des Rechenlehrers sein. Dadurch ist es nunmöglich, daß nach Ablauf des Schuljahres jeder Lehrseminarist nichtbloß in jeder Schulklasse, sondern auch in allen Unter-richtsfächern ein volles Tertial unterrichtet hat.
„Weil nun aber das Vorbild von mächtiger Wirkung ist, so istferner die Einrichtung getroffen, daß der Oberlehrer der Seminar-