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seine natürliche Grenze; bis dorthin mußte er seine Machtausdehnen.
Gegen Westen sicherte sich die Stadt Bern, indem sieLaupen kaufte. In glücklichen Fehden besiegte sie die Adels-4- geschlechter, die im Oberlande herrschten. Das Hasli- und
das Simmental waren der Siegespreis. Mit steigendemIngrimm sahen die Herren, die zwischen Murtner-, Genfer-und Thunersee saßen, das Wachsen der Stadt. Alle fürch-teten für ihre Selbständigkeit. Darum beschlossen sie auseiner Zusammenkunft, die feindliche Stadt zu zerstören, kostees, was es wolle. Auch die Stadt Freiburg verband sichmit ihnen.
Die Berner erkannten die drohende Gefahr und rüstetenzum Kriege. Aus dem Simmen- und Haslital konnten siea Zuzug erwarten. Auch Solothurn blieb ihnen treu. In
ihrer Not baten sie auch ihre alten Freunde in den Wald-stätten um Hilfe. „Liebe Freunde", sagten diese, „nie spürtman den Freund mehr denn in der Not, und wenn es euchnun not tut, sollt ihr Freunde an uns finden und haben."
Im Frühjahr 1339 zogen die Feinde ins Feld. DieBerner hatten erfahren, daß der erste Angriff Laupen gelte.Sofort führte Johannes von Bubenberg, der älteste Sohndes Schultheißen, 6«)» Mann in den bedrängten Ort. DieFeinde sammelten sich wirklich vor Laupen. Es waren ihrer^ erschrecklich viele, und sie entfalteten große Pracht. 1000
bis 1200 Reiter, worunter mehr als die Hälfte kostbar ge-rüstet, und 20 000 Mann Fußvolk lagerten sich vor denMauern. Am 10. Juni begann die Belagerung. Tag undNacht wurde gestürmt. An die 1200 Steine wurden durchSchleudermaschinen in die Stadt geworfen. Die Feinde