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Schweizerischer Jugendfreund : illustriertes Lesebuch für die Oberstufe der Volksschule
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7. Wie glitzeret uf Gras und Laubvom Morgetau der Silberstaub!

Wie weiht e frische Maielust

voll Chriestbluest und Schlecheduft!

Und d'Jmmli sammle flink und frisch:sie müsse nit, 's Sunntig isch.

8. Wie pranget nit im Gartelandder Chriesibaum im Maiegwand,Gelveieli und Tulipa

und Sterneblueme nebe Lraund gfllllti Zinkli- blau und miß,me meint, me lueg ins Paradies!

9. Und 's isch so still und heimli do,men isch so rüeihig und so sroh!

Me hört im Dorf keihust" undhott";

eGuete Tag" unddank der Gott"und's git gottlob e schöne Tag"isch alles, was me höre mag.

10. Und 's Vögeli seit:Frili jo!potz tausig, jo, do isch er scho!

Er dringt jo in si'm Himmelsglastdur Bluest und Laub in Hurst ^ und Rast!"Und 's Distelzwigli vorne drahet 's Sunntigröckli an scho a.

11. Sie litte weger 's Zeiche scho;der Pfarrer, schints, well zitli cho!Gang, brech mer eis Anrikli ab,verwüschet mer der Staub nit Lrab,und, Chiingeli^, leg di weidli a,

de muesch derno ne Meye ha!

Johann Peter Hebel.

Hahn. -Hyazinthe. -Busch. «Kunigunde.

LS Die Schönheit der Natur.

Karl Johann Philipp Spitta, Psalter und Harfe.

freuet euch der schönen Erde,denn sie ist Wohl wert der Freud';o, was hat für Herrlichkeitenunser Gott da ausgestreut!

And doch ist sie seiner Füßereich geschmückter Schemel nur,ist nur eine schön begabte,wunderreiche Kreatur.

Areuet euch an Mond und Sonneund an Sternen allzumal,wie sie wandeln, wie sie leuchtenüber unserm Erdenthal.

And doch sind sie nur Geschöpfevon des höchsten Gottes Hand,hingesä't auf seines Thronesweites, glänzendes Gewand.

Wenn am Schemel seiner Füßeund am Thron schon solcher Schein:o, was muß an seinem Herzenerst für Glanz und Wonne sein!

SO. Die Heumacher.

Friedrich Jacobs, Kleine Erzählungen.

Al^er dem andern Schaden thun will, sagt Jesus Sirach, demkommt es Wohl selber über sein Haupt. Nicht weit von einanderwohnten zwei Pächter. Der eine, rechter Hand, war ein emsiger Mann,stand früh auf und ging spät zu Bette, und den Tag über legte er dieHände auch nicht in den Schoß. Der Nachbar linker Hand aber ließ