426
bockstill und macht Auge wie Pfluegsredli: er hat natürli gmeint, dassei de Schwinigel selber, wo-n-em do rüefi, will bikanntli dem Schwin-igel si Frau grad e so dri gseht wie-n-ire Ma. De Has aber het gseit:„Das cha nüd mit rechte Dinge zuegoh" und hat kommidiert: „Um-kehrt und nomol gloffe!" Und deruf rennt er wider wies Bisiwetter,daß em d'Ohre flüged. Dem Schwinigel si Frau aber ist rüebig anirem Plätzli 'blibe. Wo do de Has as ober End vom Acher chunt,rüeft de Schwinigel: „Ich bi dann fcho do'" De Has aber ist ganzzum Hüsli us cho vor Ärger und hat grüeft: „Umkehrt und nomolglosfe!" „Mira woll", hat de Schwinigel gseit, „minetwege se mängs-mol daß d'witt". So ist de Has no dreiesibezg mol gloffe und deSchwinigel hät's eisig guet möge-n-usghalte mit em. Jedesmol, wennde Has abe-n-oder-ue cho ist, hat de Schwinigel oder si Frau grüeft:„Ich bi dann scho do!"
S'vieresibezgist mol aber hät's de Has nümme fertig krocht. Z'mittstim Acher inne ist er z'Bode gfalle, s'Bluet ist em zum Mul us gloffe,und er ist tod us em Platz 'blibe. De Schwinigel aber hat sin Profit,de Napolion und das Budeli Bränz, gno, hat siner Frau grüeft unddann sind's gmüetli mit enand hei 'gange und Wenns nüd gstorbesind, so läbeds iez no.
1S8. Bon den Schildbürgern.
Gustav Schwab, Die deutschen Volksbücher.
i.
^.(m ihr Rathaus zu bauen, zogen die Schildbürger samt undsonders einmütig miteinander ins Holz, das jenseits des Berges ineinem Thäte gelegen war, und fingen an, nach dem Rate ihres Bau-meisters das Bauholz zu fällen. Als es von den Ästen gesäubert undordentlich zugerichtet war, da wünschten sie nichts anderes zu habenals eine Armbrust, auf der sie es Heimschießen könnten; durch solchesMittel, meinten sie, würden sie unsäglicher Mühe und Arbeit überhobensein. So aber mußten sie die Arbeit selbst verrichten und schlepptendie Bauhölzer nicht ohne viel Schnaufen und Atemholen den Berg hin-auf und jenseits wieder mit vieler Mühe hinab; alle bis auf eines,das nach ihrer Ansicht das letzte war. Dieses fesselten sie gleich denandern auch an, brachten es mit Heben, Schieben und Stoßen vorund hinter sich, rechts und links den Berg hinauf und auf der andern