der Fuchs dorthin geschickt. der ihm auch hehlen muß:
Doch in der Spur erblickt Drum mit gewandtem Schwanz
er seines Vetters Fuß, verwedelt er sie ganz.
207. Einträglichstes.
Abr. Emanuel Fröhlich, Gesammelte Werle.
„Alas trägt dein Singen „Das", sagt's, „hab' ich davon,ein?" was Blumen von dem Glanz,bemerkt die reiche Maus was Well' und Wind vom Tanz:
vor ihrem vollen Haus Die Freude ist mein Lohn
dem muntern Vögelein. und Frohsinn, aller Güter Krön'!"
208. Wahre Gastfreundschaft.
Joseph von Hammer-Purgstall.
^in gastfreundlicher Mann bewirtete einst während dreier Tageeinen Bekannten und entschuldigte sich beim Weggehen über die Mängelder Bewirtung, wiewohl er alles aufgeboten hatte, was in seinen Kräftenstand, ihm den Aufenthalt der drei Tage angenehm zu machen. „Esist schon gut," sagte der andere, „aber wenn du zu mir kommst, willich dich besser bewirten als du mich." Der Fall traf bald hernach ein;allein der Gast sah nicht das geringste von besonderer Vorbereitungund verwunderte sich darüber nicht wenig. Der Wirt, der dessen ge-wahr ward, half ihm aus dem Traume: „Sagte ich dir nicht, ichwürde dich besser bewirten als du mich? Du machtest tausend Vor-bereitungen in deinem Hause, als ob ich ein Fremder wäre, — ichkeine, weil ich dich als ein Mitglied meiner Familie ansehe." Die wahreGastfreundschaft besteht inder ungezwungenen Aufnahme unserer Freundeohne besondere Vorrichtung. Engelien u. Fechuer, Deutsches Lesebuch.
200. Es ist nicht alles Gold, was glänzt.
I. P. Hebel, Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes,
„Es ist nicht alles Gold, was glänzt." Mancher, der nicht andieses Sprichwort denkt, wird betrogen. Aber eine andere Erfahrungwird noch öfter vergessen: manches glänzt nicht und ist doch Gold;und wer das nicht glaubt und nicht daran denkt, der ist noch schlimmerdaran. In einem wohlbestellten Acker, in einem gut eingerichteten Ge-werbe ist viel Gold verborgen, und eine fleißige Hand weiß es zu