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zu Schleckermäulern machen, und die thörichte Mutterliebe thut's wohlgerne. Aber sie bleiben's dann ihr Lebetag, und davon kommt späterein Strom des Jammers in die Familie, die sie einmal gründensollen. Die Narren, die Gold machen wollen, jagen nicht alleindas Geld zum Schornsteine hinaus! Meiner Treu! Mit demRauch, darauf die köstlichen Bißchen gekocht und gebacken werden,fliegt noch weit mehr hinaus. Darum haltet meiner Mutter Sprich-wörter im Sinne. Sie sind echtes, altes Gold, und in eurer Haus-haltung wird manches gespart, was einmal als Notpfennig dient. Abernoch eins! Sind euere Kinder an trocken Brot gewöhnt, so schmeckt'sherrlich, da ja der Hunger nicht allein ein guter Koch, sondernauch ein Erzzuckerbäcker ist. Sie gewöhnen sich an Einfachheitder Bedürfnisse, an Zufriedenheit mit wenigem und an Unabhängigkeitvon den armseligen Näschereien, Putzereien und Eitelkeiten. Und dasist ein Lebensgewinn, dessen Wert höher ist als reiche Kapitalien, dieihr ihnen etwa hinterlasset.
Vorgeschnitten Brot erhöht des Hungers Not. Dasist auch so ein goldenes Sprüchlein, das besonders auf deine Knechteund Mägde paßt, Hausmutter. Wer arbeitet, will und soll auch essen.Kargt's und geizt's da, o weh dann! Unlust ist das erste; Schnaufenist das zweite! Und es folgt noch drei und — viel mehr. Schneidkein Scheibchen Brot vor. Laß deine Leute essen. Sie werden ehersatt; denn meinen sie, du sähest aufs Essen, so ist ihr Hunger nie amEnde, weil die Begierde ihn spornt. — Merke dir auch: VorgegessenBrot macht darben. Du lieber Gott, das vorgegessene Brot ist dasBrot, das man vor dem Bezahlen schon gegessen hat, also ge-borgtes Brot. Eßschulden sind in aller Welt die schlimmsten, weil mannichts mehr dafür auszuweisen hat. Gewiß macht also vorgegessenesBrot darben; denn es stürzt in Schulden und Not, die allemal folgen.Darum halte zu Rat und hüte dich vor Eßschuld, Hausmutter! O, esgiebt viele Hausfrauen, die borgen beim Metzger und Bäcker und Gottweiß, wo noch sonst. Aber das Geld hängen sie an schöne Kleider.Arme Mutter! Sie ist untreu an ihrem Gatten, an ihren Kindern,an sich selbst! Aufgepaßt, ihr Hausmütter! Seht 'mal nach, ob derSpiegel nicht euer Bild zurückwirft. H-mches r-sebuch.