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Unterm Lindenbaum : Lesebuch für die Primarschulen des Kantons Solothurn : viertes Schuljahr / bearbeitet im Auftrage des Erziehungsdepartementes, unter Mitwirkung der kantonalen Lehrmittelkommission, von Leo Weber und Josef Reinhart
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immer rascher; es rasselte und rumpelte; der Balken drehte sich;der Arm lief um.

Die Knaben traten einen Schritt zurück.Jesses," rief viggierschreckt,der Mühlstein läuft!" Über er kam nicht aus seinemBette heraus; es hatte ringsum eine fußhohe wand, und lang-sam, wie ein alter Stier am Pflug, machte nun der Mühlsteinseinen Tang im Kreise um den Balken, vie Knaben traten näher;sie sahen dem schweren Stein bei der Arbeit zu. vie Körnleinknirschten, wollten weichen; aber der Öler wischte sie immer wie-der mit einem Brettchen dem Riesen unter den schweren Fuß; erdrückte alle breit. Älige Büchlein stauten sich gegen die wand;der Äler stellte einen Eimer unter die Ausflußrinne:Jetzt kommtdas Lichtöl!" Und richtig, es fing an zu tropfen; dann zog eslange, goldene Fäden, und jetzt lies s als ein glänzig Brünnlein,sanft und weich aus der Rinne in den Eimer. Eine weile schau-ten sie zu, wie der Stein immer wieder im Bogen aus dem Schat-ten ins Licht geschlichen kam und wie der breitgedrückte Samenihm an der Sohle klebte, wenn er weiter ging.

Der Älkrug war nicht allzuschwer, den Vater Riedweg andiesem Übend mit nach Hause nahm.he nun," tröstete er sich.es muß halt reichen, bis der neue Samen reis ist; jeden Übendbraucht man nicht Licht zu machen, und in der Not tut's der

Kienfpan auch. ^oscs Neinliort. <flus-I»e Knaben von St. llrsen.I

108 . Heuet.

6n einem schönen Juniabend ging ich mit meinem Vater vomKartoffelacker nach Hause. Sanft blies der Gstwind über die wie-sen. und ein feiner Staub stieg aus den Blüten der Gräser.Esist Seit zum heuen," sagte der Vater,sonst wird das Gras nochüberreif und hart." von allen Werken freute mich der heuet ammeisten, nicht wegen der vielen Arbeit, sondern wegen der Kurz-weil, die er brachte. Ein neuer wähder kam ins Haus. Auchauf den Eisch gab's mancherlei leckere Sachen, die man sonst dasganze Jahr nicht sah. vie Mutter schnitt ein Magerkäslein zudünnen Scheiben, die, mit Kümmel gewürzt, den feinsten Siegergaben, vazu die eingelegten dürren Birnen, fürwahr ein herr-licher Imbiß auf dem Felde!

Am Sonntag nach der Kirche durfte ich mit dem Vater indie Stadt auf den Mähdermarkt. Dort standen die braunen Bur-