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Lesebuch für das zweite Schuljahr / bearb. von Heinrich Wegmann und Adolf Lüthi
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gibt uns die Mutter Kuchen und Milch.Darauf sagten sie zu einander, wie gut dochVater und Mutter seien. Der Bruder abererzählte von einem Töchterlein, dem dieMutter gestorben sei. Da sahen die Kindereinander stille an, und das Brüderlein sprach: Unsere Mutter darf nicht sterben. Sie gingenbald hinein ins Haus und schmiegten sichan Vater und Mutter. Sie waren nirgendsso gerne wie bei den Eltern.

10. Der Waisenknabe.

Vor meines Vaters Türe schlichein armer, armer Knabe sichund weinte, ach, so bitterlich.

Er sprach:Ach Gott, sie habenmir Vater und Mutter begraben!

Du guter Gott, wie dank ich dir;noch Messest du Vater und Mutter mir!

11. Wilhelm.

Wilhelm stand vor der Gartentüre desNachbars, und dieser rief den Knaben herein.Der Nachbar pflückte eben Früchte voneinem Baume, und er reichte dem Wilhelmzwei rötliche, weiche Pfirsiche. Schon wollteder Knabe einen anbeissen; da besann er sich,