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Martha.
Martha, eine neunjährige Tochter, warmit ihrer Mutter auf das Feld gegangenund half das Unkraut ausjäten in dem Saat-acker. Als es Abend wurde, kehrten Mutterund Tochter heimwärts. Sie gingen aufeinem Fusspfade am Flusse und sahen amjähen Borde hie und da schöne, reife Erd-beeren stehen. Da fragte Martha die Mutter:„Darf ich nicht hinabsteigen und die Beerenpflücken?“ — Aber die Mutter antwortete:„Nein! denn sieh, der Boden ist jäh undlocker, und du könntest ausglitschen und inden tiefen Fluss fallen.“
Sie gingen nun weiter und kamen baldnach Hause. Die Mutter trat in die Küche,um das Nachtessen zu bereiten; Martha aberblieb im Gärtchen, um die Blumen zu be-giessen. Als es nun bald Nacht geworden,rief die Mutter zur Türe hinaus: „Martha,komm herein!“ Aber Martha kam nicht undgab auch keine Antwort. Unterdessen kehrteauch der Vater, welcher ein Maurer war, nachHause zurück. Die Eltern riefen nach derTochter und suchten sie überall ums Hausherum; aber sie sahen und hörten dieselbenirgends. Nun trat des Nachbarn Knabe