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Lesebuch für die Primarschulen des Kantons Schaffhausen : 6. Schuljahr / hrsg. von der kantonalen Lesebuchkommission
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gefärbte Schabzieger. Langnau und Bulle sind die haupt-sächlichsteu Käsemärkte. Ein anderer Teil der Milch wirdfür die Aufzucht und Mästung des Jungviehs, wieder einanderer zur Herstellung von Schokolade, Kindermehl undkondensierter Milch benutzt. Große Milchsiedereieu bestehenin Chain und Vevey.

In den Kantonen des Mittellandes, vom Genserseebis zum Bodensee wird hauptsächlich Ackerbau, verbundenmit Viehzucht, getrieben. Hier werden besonders Getreide(namentlich Dinkel) und Kartoffeln angepflanzt. Doch ver-mag der Boden, weil an Umfang zu gering, nicht genugNahrung für Misere Bevölkerung zu liefern, weshalb wirauf das Ausland angewiesen sind.

Weil Misere Naturprodukte nicht ausreichen, so be-schäftigen sich viele Hände mit Gewerbe uiid Industrie,Handel und Verkehr. Hier zeigt der Schweizer ein be-sonderes Geschick. In seinen Unternehmungen zeigt sichpraktischer Blick, gepaart mit altbewährter Solidität. DieSchweiz darf sich lieben die ersten Jiidiistrieländer stellen,obgleich die Fabrikanten den Rohstoff aus dem Auslandbezieheir müssen und weder durch Billigkeit der Arbeitnoch durch leichten Absatz begünstigt sind.

Die fünf bedeiitendsten Jiidustrieen der Schweiz sind:

1. Die Baumwollindustrie. Sie ist besonders in den Kan-toiien Zürich, Glarus, Zilg, Aargail, Thiirgau zu Hause.

2. Die Stickerei, die volkswirtschaftlich wichtigste Industrie,in den Kantonen St. Gallen und Appenzell. 3. Die Seiden-industrie. Sie besteht iin Weben und Färben der Rohseide.Zürich verfertigt Kleiderstoffe, Basel vorzugsweise Bänder.4. Die Uhreniudustrie. Die Verfertigung von Taschenuhrenhat eine großartige Ausdehnung namentlich im welschenJura und in Genf gewonnen. 5. Die Maschinenindustrie.Ihre Hauptorte sind Zürich, Orlikon, Baden, Krieus, Winter-