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Rudolf Brun. Unter seiner Führung stürzte dieBürgerschaft das ausschließliche Regiment der Ade-ligen und führte im Mai 1336 eine „Zunftverfassung“ein, die später auch in andern Schweizerstädten, sox. B. in unserer lieben Vaterstadt Schaffhausen,nachgebildet wurde. Alle Handwerke wurden in13 Zünfte eingeteilt, und jede wählte sich ihrenZunftmeister. In Zürich waren dies: 1. Die Krämer.2. Die Schneider. 3. Die Sattler. 4. Die Bäckerund Müller. 5. Die Hutmacher. 6. Die Weber undBleicher. 7. Die Schmiede und Spengler. 8. DieGerber. 9. Die Metzger. 10. Die Schuhmacher.11. Die Bauhandwerker. 12. Die Schiffer und Fischer.13. Die Gärtner. Die vornehmen Geschlechter (Ritter,Edelleute, Kaufleute, Goldschmiede und Salzleute)bildeten die Konstaffel. Und nun saßen im Rate,in der Regierung, auf je ein halbes Jahr gewählt,die 13 Zunftmeister und 13 Herren von der Konstaffel.Über allen aber stand als lebenslänglicher Bürger-meister der Schöpfer der neuen Verfassung, RudolfBrun.
3. Die bevorrechteten Geschlechter, die bishernach ihrem Gutdünken regiert hatten, waren jedochmit der neuen Richtung nicht einverstanden. DieUnzufriedensten hatten Zürich verlassen und sicham obern Ende des Zürchersees, beim Grafen Hansvon Rapperswil, einquartiert. Viele Unzufriedenewaren aber auch in der Limmatstadt zurückgeblieben;unter ihnen wurde von Rapperswil aus das Feuergeschürt. In einer finstern Nacht sollte Brun mitseinen Anhängern ermordet und die Zunftverfassungwieder beseitigt werden. Aber Brun und die Seinenwachten, und als die Verschwörer wirklich in Zürich