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verbündet waren, z. B. Bünden, Wallis, Stadt undAbtei St. Gallen.
In Tagsatzungen, d. h. Versammlungen, an welchejeder der dreizehn Orte zwei Gesandte schickte, dieaber zusammen nur eine Stimme abgaben und nichtnach freiem Ermessen, sondern nach Befehlen ihrerRegierungen, sogenannten Instruktionen, stimmenmußten, wurden die gemeinsamen Geschäfte be-handelt. Die zugewandten Orte hatten nur Sitz undStimme in der Tagsatzung, wenn Dinge behandeltwurden, die sie selbst angingen. Den Vorsitz andiesen Tagungen führte gewöhnlich der erste Ge-sandte Zürichs, das sich allmählich zum Vororte derEidgenossenschaft aufschwang.“
Am letzten Abend stellte der Großvater erstwieder einige Fragen: „Welche Bedeutung hatte derSchwabenkrieg für die Stellung der Eidgenossen-schaft? Welches war der Anteil Schaffhausens andiesem Kriege? Welche Bedeutung hatten Baselund Schaffhausen für die Eidgenossenschaft? Warenalle Bundesbriefe gleich ? Welches war der Haupt-zweck aller Bundesbriefe? Welche Bundesbriefehatten für alle Bundesglieder Gültigkeit ?“ Dannfuhr er fort zu erzählen:
55. Die Mailänderzüge.
1. „Der Schwabenkrieg war glücklich ausgesuchten,die Unabhängigkeit der Eidgenossenschaft gesichert; aberstatt sich des Friedens zu freuen, liefen die Eidgeitossenin fremde Kriegsdienste und bekümmerten sich, zum Schadendes Landes, um die Händel der fremden Fürsten. Nament-