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Lehr- und Lesebuch für das achte Schuljahr der Primarschulen des Kantons St. Gallen / nach Vorlage der kantonalen Lehrmittelkommission hrsg. vom Erziehungsrat des Kantons St. Gallen
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bei 157° C. des Wassers im Kessel drückt er mit 5 Atm.

164° 6

1 Rd. 0 10

-LO** 55 55 55 55 55 55 55 L \J 5,

200° 15

5, 55 55 55 55 55 55 55 55 5?

Höher als auf 15 Atmosphären geht man bei Dampfmaschinengewöhnlich nicht. Der angegebene Druck ist das Arbeitsver-mögen des Dampfes.

6. Die Dampfmaschine.

a) Erfindung. Der Wasserdampf liefert uns eine Spann-kraft, die wir leicht erzeugen, fortleiten und beliebig vergrößernkönnen. Die durch denselben in Bewegung gesetzte Maschine. heisst Dampfmaschine. Sie ist in der Neuzeit zu solcher Bedeutunggekommen, dass ohne sie die tägliche Arbeit und der heutige Welt-verkehr stocken mussten. Die Erfindung der Dampfmaschinen ge-hört der neuern Zeit an. Im Jahre 1687 machte der FranzosePapin den ersten zweck-mässigen Versuch über dieLeistungsfähigkeit des Was-serdampfes. Er brachte inein Rohr etwas Wasser undüber dasselbe einen gutschließenden und leicht be-weglichen Kolben. Erhitzteer nun das Wasser zumSieden, so trieb der Dampfden Kolben aufwärts; kühlteer dann das Rohr ab, soschlug sich der Dampf nieder,

es entstand ein luftleererRaum, und der Luftdrucktrieb den Kolben wiederhinab. Der Engländer New--comen brachte eine wesent-liche Verbesserung an dieserEinrichtung an; er trenntenämlich den Dampferzeugeroder Kessel A (Eig. 3) von dem Zylinder 13, in dem sich der Kolben Kbewegt. Die Verbindung zwischen Kessel und Zylinder wird durchein Rohr mit dem Hahn H hergestellt. Lässt man durch dieses